Berichte aus Togo

Gebrauchsanweisung Lomé – Dogbo

Man nehme ein Taxi bis zur Grenze, passiert diese zu Fuss und sucht sich ein neues Fahrzeug Richtung Comé. Dort steigt man um und faehrt weiter nach Lokossa. Auch hier wird man noch einmal am Strassenrand ausgesetzt und wartet auf ein Taxi nach Dogbo selbst. Dort angekommen geht eigentlich alles wie von selbst: “Alors, je cherche l’ONG pro dogbo…” “Chez Klaus?” “Oui! Chez Klaus!”

Allerdings kommt man auch an, wenn man wie ich gerade mal auf dem Schirm hat, dass man ueber die Grenze muss und nach Dogbo will. Viel groesser ist da die Huerde, sein Ziel ueberhaupt verstaendlich zum Ausdruck zu bringen. “Vous allez ou, Madame?” “Dogbo” “Grand Popo?” “Non, DOGBO.” “Oui, Grand Popo, n’est-ce pas?” “NOOON! DOGBO!” … Weiterlesen

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Zwei Wochen im Schnelldurchlauf

Das Wochenende in Kara liegt mittlerweile schon eine ganze Weile zurueck, sodass ich euch – diesmal im Schnelldurchlauf – von den vergangenen Tagen im Juni berichten moechte.

Freitag, 10. Juni: Nach 1,5 Wochen Reise, Pâte, Ablo und Koliko gibt’s zusammen mit Annik (arbeitet beim DAAD und hat mir den Kurs vermittelt), Lena (weltwaerts) und Jenny (kulturweit) selbstgebackene Pizza, die aufgrund des Gasofens dann doch etwas kross geraten ist. Dazu wird in bayrischem Dialekt „Wer frueher stirbt, ist laenger tot“ geschaut, wohlgemerkt mit englischem Untertitel – das Ganze im frankophonen Togo! Sprachen-Wirrwarr!

Samstag, 11. Juni: Von Georges und Bernice (beide in schneeweiss, Bernice mit Pailetten, Georges mit Calvin Klein Schal ueber … Weiterlesen

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Ab in den Norden!

09. Juni 2011

…und ja, Kara ist eine Reise wert! Was gibt es Herrlicheres als – den Kopf im Fahrtwind, gute Musik auf den Ohren (und einen Sitzplatz fuer sich alleine) – stundenlang in die vorbeiziehende Landschaft schauen und ueber Gott und die Welt nachsinnen zu koennen? Und in knapp acht Stunden, die es von Lomé nach Kara braucht, kann man eine ganze Menge nachdenken und mindestens ebenso viel entdecken. Die Weitblicker unter euch kennen sicher die Vorher-Nachher Bilder unserer Schulen in Benin. Ihr glaubt gar nicht, wie viele solcher Stroh-Holz-Schulen ich auf der Strecke gesehen habe…ich haette wirklich mal eine Strichliste fuehren sollen. Tauchte zwischendurch mal ein ordentliches Gebaeude auf, so konnte man meist auch das Logo einer Hilfsorganisation … Weiterlesen

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Togo-Frust und Campus-Action

1. Juni

Nachdem ich euch beim letzten Mal einigermassen enthusiastisch vom
neuen Sportprogramm berichten konnte, muss ich euch diesmal leider von
seinem jaehen Ende berichten. Nach genau einer Woche hat mein rechter
Fuss beschlossen in den Streik zu treten (Welch versteckter Wink auf
das, was ihr gleich noch erfahrt). Irgendwie fand er das
Seilchenspringen wohl nicht so witzig und eine eintaegige Laufpause
war vermutlich wohl auch nicht das, was er wollte. End vom Lied: Seit
1 ½ Wochen kann ich nur noch unter Schmerzen auftreten und humpel im
Schneckentempo durch die Gegend. Komischerweise sieht man rein gar
nichts…keine Schwellung, kein blauer Fleck, kein gar nix…und trotzdem
wirds taeglich eher schlimmer als besser. Nun ja, wie ihr euch sicher
vorstellen koennt, nervt mich das tierisch. Nicht nur, dass ich mich
nicht mehr auspowern kann, … Weiterlesen

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„Adieu Madame“ oder „Wie man auch in Togo die Laufschuhe schnueren kann“

Donnerstag, 19. Mai

Ich mache gerade Blau, weil ich keine Lust auf Madame SoundSo habe und nutze die Zeit, um euch ein paar Zeilen zu schreiben. Da waeren wir auch schon direkt beim Thema. Hatte euch glaube ich schon beim letzten Mal berichtet, dass es da eine Lehrerin gibt, die eine absolute Katastrophe ist. Nach dem letzten Donnerstag, an dem wir vier Stunden das Vergnuegen zusammen hatten, war klar, dass das der erste und letzte Donnerstag fuer mich gewesen war. Veraergert ueber diese Zeitverschwendung bin ich mit Sylvia, einer anderen Schuelerin aus Ghana, aus dem Klassenraum und einem Lehrer mehr oder weniger in die Arme, der sofort gemerkt hat, dass irgendetwas nicht stimmt. Das Lehrer-Schueler-Verhaeltnis hier ist uebrigens wirklich angenehm, sehr … Weiterlesen

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Woche 1 in Togo – oder der Kampf mit der franzoesischen Tastatur

10. Mai 2011

Inzwischen ist die erste Woche vorbei und nach anfaenglichem Kampf mit der Hitze und dem afrikanischen Rhythmus (der einfach viel langsamer ist als der Uni-Arbeiten-weitblick-Freizeit-Stress) und daraus resultierender Dauermuedigkeit, bin ich nun wirklich angekommen. Ich wohne in der Gastfamilie von Marian, der im letzten Jahr hier gewesen ist und weiss Gott was angestellt haben muss – man lobt ihn in den hoechsten Toenen J Zur Familie gehoeren Maman – eine afrikanische Mama, bei der man vom ersten Augenblick an weiss, wer hier die Hosen anhat J. Papa ist nur hin und wieder zugegen, da er etwas ausserhalb arbeitet. Eli ist mit fast 31 Jahren der juengste von fuenf Kindern, ausser ihm wohnen noch Rodrigue und Marie hier. Marie … Weiterlesen

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Ankunft in Togo – Wo verdammt ist Eli?

3. Mai 18.15 Uhr

In Lomé ist bereits die Nacht hereingebrochen. Schzitwend stehe ich in der Schlange vor der Ausweiskontrolle. Da ich meinen schwarzen Kapuzenpullover als Erkennungszeichen angegeben habe, wage ich nicht einmal daran zu denken, ihn auszuziehen. Gelbfieber- und Visakontrolle verlaufen problemlos – nicht gerade selbstverstaendlich, wo die togolesische Botschaft in Berlin doch so freundlich war, ein falsches Einreisedatum in meinem Visum zu korrigieren, indem die 5 mithilfe des Kugelschreibers mal schnell zu einer 3 wurde J

Samt meines Gepaecks komme ich also in die kleine Eingangshalle des Flughafens und halte Ausschau nach blauer Jeans und weissem Poloshirt mit der Aufschrift Boston. Konzentriert pruefe ich alle jungen Maenner, aber die Beschreibung mag so recht auf niemanden passen. Mist. Ich versuche mich … Weiterlesen

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