45 Lehrer, 40qm, 1 Woche…

Begrüßung

So die zahlenmäßigen Fakten zu der Lehrerfortbildung, die Mona und ich Ende Juli/ Anfang August bei ESI durchgeführt haben. Mit dabei: 43 teilnehmende Sekundarschullehrer aus Dogbo und Umkreis, 2 Gymnasiallehrerinnen aus Köln in einem klimatisierten! Konferenzraum, der eigentlich für 20 Leute gedacht ist.

Das Thema unserer Fortbildung war die Methodenvielfalt und deren Einsatz im Unterricht. Wir hatten viele Ideen und einen groben Wochenplan aufgestellt über mögliche Themengebiete des Workshops, alles aber auch ziemlich offen gelassen und so den Lehrern am ersten Tag die Wahl gegeben, welche Themen sie am meisten beschäftigen und mit welchen Erwartungen sie in die Woche starteten, um möglichst auf einen Austausch zwischen ihnen und uns und untereinander zu setzen. Das Ganze stellte sich anfangs als etwas beschwerlich heraus, weil viele eher mit dem Format „Vorlesung“ vertraut waren.

Spaß beim Warm-up

Jeden Tag starteten wir mit einer aktivierenden Warm-up Übung, die teilweise auch von den Teilnehmern selbst gestaltet wurden, einer kurzen Theorie bzw. Beispieldarstellung  und anschließender Umsetzung in die Praxis des eigenen Unterrichtsfaches…darüber wurde auch viel diskutiert und eins haben wir gelernt: bei 45 Lehrerin in einem Raum kann es zu hitzigen Diskussionen kommen…Zum Glück hatten wir eine Klimaanlage im Raum, die aber gefühlt nur Mona und ich brauchten, denn ansonsten schien niemandem warm zu werden…es führte so weit, dass wir beide am 3. Tag schon Halsschmerzen bekamen. Aber die vielseitigen Diskussionen waren umso zufriedenstellender, wenn auf einmal wirklich eine scheinbar unumsetzbare Methode realisierbar gemacht wurde und kurz vergessen wurde, dass man nicht immer dem scheinbar starren Schulprogramm zu folgen hat.

Arbeit am PC im „Cyber“ Internetcafé

Placemat Methode

Umso schöner waren die Nachmittage, in denen wir von TeilnehmerInnen auf einmal zum Spazierengehen, zum Marktbesuch oder zum Kennenlernen ihrer Familien eingeladen wurden und so auch viel mehr über ihren Alltag erfahren haben.

Die Offenheit des Workshopprogramms hatte den Nachteil für uns, dass wir teilweise bis abends an der Vorbereitung des Folgetages saßen, aber gleichzeitig war es schön, auf dem ESI Gelände die Vorbereitung der „Miss Dogbo“-Wahlen miterleben zu dürfen und jeden Tag von Maurice unglaublich lecker bekocht zu werden, sodass auch diese Arbeit sehr unterhaltsam war.

Am meisten freute uns, dass einzelne LehrerInnen mit Ideen an uns herantraten, welche sie ihren KollegInnen vorstellen wollten, u.a. eine Aufstellung zur Finanzierung eines Arbeitslaptops, Vorschläge zum Materialaustausch… Sogar einen poetry slam haben wir gehört. Im Laufe der Woche wurde so der Workshop zu einem wirklichen Austausch. Das abschließende Feedback (mit Methodeneinführung) war sehr herzlich und es wurden Pläne aufgestellt, wie zusammen weitergearbeitet werden kann.

Der Klassenrat

Präsentation eines Kollegen

Bei der anschließenden Feier wurden wir mit Geschenken und Dank überhäuft und mich freut es, nach 2 fast Monaten Nachrichten einiger WorkshopteilnehmerInnen zu bekommen bezüglich der Arbeit und wir warten gespannt auf die Rückmeldung zu den „Hausaufgaben“ für bis Dezember, die Methoden im Unterricht wirklich einzusetzen.

 

Abschiedsgeschenk

Bei der Vergabe der Teilnahmeurkunden

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