Trip nach Siem Reap mit den SchülerInnen von Sorya

Gedanken vom 25.06.18:

Von Donnerstag bis Sonntag waren ausnahmsweise die Soryaschulen in Tropeangtrea und Tropeangsdock leer und unbewohnt. Der Grund: die langgeplante Reise nach Siem Reap zu den Tempeln von Angkor Wat.

Nachdem Isabelle in ihren ersten Wochen hier in ihren Klassen Vorstellungspräsentationen mit ihren SchülerInnen gemacht hat, ist aufgefallen, dass „One place i would like to visit in my life“ fast ausnahmslos mit „the temples of Angkor“ beantwortet wurde. So haben wir also bei unserem wöchentlichen Teachers Meeting angesprochen, ob es möglich wäre, einen solchen Trip zu machen. Der letzte Trip nach Angkor war im Jahr 2016. Sorya aus Deutschland hat der Reise zugestimmt und auch von Weitblick Münster haben wir die Zustimmung einer Spende erhalten – die Reaktionen der SchülerInnen bei der Verkündung der Nachricht waren unvergesslich. Mitgefahren sind die SchülerInnen der Reading Class aus Tropeangtrea, sowie der Reading- und Pre-Intermediate Class aus Tropeangsdock, sowie die Lehrerinnen und Caretaker der Schulen: insgesamt 34 Personen. Unsere General Managerin Sreytouch organisierte Bus und Guesthouse, es wurden T-Shirts bedruckt und die Vorfreude war riesengroß.

Wenn ich über den Ausflug nachdenke, habe ich immernoch ein breites Lächeln im Gesicht. Es war einfach so schön und unvergesslich. Wir hatten eine wunderschöne harmonische Zeit mit den Schülern und Lehrerinnen und sind uns noch nähergekommen.

Nach der 10 stündigen Anreise am Donnerstag waren alle ganz schön geschafft, sodass wir abends nur noch gemeinsam gegessen und die Gegend erkundet haben. Das heißt: wir sind eigentlich nur die Hauptstraße hoch-und runtergelaufen und waren kurz auf einem Markt. Die SchülerInnen waren trotzdem begeistert, voller Aufregung, guter Laune und haben permanent Videos und Selfies gemacht – eine kleine Vorbereitung für die kommenden Tage.

Freitag und Samstag haben wir dann viele Tempel in Angkor besichtigt. Die Schüler der drei Klassen aus Tropeangtrea und Tropeangsdock haben schon mehrere Wochen zuvor in kleinen Gruppen Präsentationen mit Informationen zu den Tempeln vorbereitet, die dann direkt vor den Tempeln vorgetragen wurden. Zusätzlich hatten wir noch einen Guide, die uns viele Wandverzierungen und Statuen erklärt hat, die Schüler mit lauter Witzen bei Laune gehalten hat und generell einen Tagesplan für die Besichtigungen hatte. Und so liefen wir am ersten Tag durch die Hitze von Tempel zu Tempel. Die Begeisterung der SchülerInnen und Lehrerinnen war ganz ansteckend. Abends ging es zum Nightmarket und für einen kurzen Gang auf die Pubstreet. Wie auch bei den Ständen in Angkor, waren die SchülerInnen in Shoppinglaune und oft wurden Souvenirs für die gesamte Familie eingekauft. Dann saßen wir noch lange mit den Lehrerinnen zusammen und haben gequatscht. Am zweiten Tag waren wir noch beim größten Tempel Angkor Wat und dem etwas kleineren Tempel Banteay Srei etwas außerhalb. Für den letzten Abend sind wir nicht, wie sonst immer, zum unserem besonders günstigen Standardrestaurant, sondern dieses Mal zum Buffetessen gegangen, bei dem auch eine kleine Apsara-Tanzshow stattgefunden hat.

Am Samstagabend waren wir alle ganz wehmütig, dass die Fahrt schon bald zuende sein würde, denn Sonntagmorgen hieß es: Tschüss Siem Reap, ab nach Takeo! Sehr schön war, dass nur wenigen SchülerInnen und Lehrerinnen während der Busfahrten schlecht geworden ist. Hier in Kambodscha kommt Carsickness wirklich häufig vor und manche SchülerInnen wollten zuerst, so wie Mr Ban, der Caretaker von Tropeangsdock, deswegen nicht mitgekommen.

Auf der Rückfahrt wurde größtenteils geschlafen und Karaoke gesungen und zwischendurch gegessen und Snacks für die Familien zuhause gekauft (Sticky Rice in Bambus hmmm). Außerdem haben wir noch eine kleine Reflexionsrunde im Bus gestartet, in der gesagt werden sollte, was besonders schön und nicht so schön war. Alle Schüler waren so glücklich und dankbar für diese Reise.

Nach einer anstrengenden Waschaction gestern Abend ist heute wieder Unterricht angesagt. Von dieser Reise wird noch lange lange Zeiten gesprochen werden (und lange lange Zeiten Bilder bei Facebook gepostet werden). Es ist so schön hier in Kambodscha, der Gedanke bald zu fahren macht uns traurig.

Wir sind sehr dankbar diesen Trip mitgemacht haben zu dürfen und senden liebe Grüße!

Ines

 

 

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