Asante sana!

Seit genau einer Woche sind wir alle wieder im Lande und cruisen schon durch die bekannten Gassen von Münster. Doch die Eindrücke aus Kenia haben uns noch nicht ganz verlassen, was uns den kulturellen Unterschied nur noch klarer vor Augen führt. Sei es das Bezahlen eines Kaffes ohne über Muzungopreise handeln zu müssen, der Gang auf eine Toilette mit Spülung oder nicht mehr von allen Seiten gemustert zu werden. Aber auch wenn wir erst seit ein paar Tagen wieder da sind, vermissen wir jetzt schon den Geruch nach Mahambri in der Nase, die lautstarke Musik im Matatu oder die bunten und farbenfrohen Stoffe, die sich die Frauen um die Hüften wickeln. Doch es ist schön durch die Reise einen neuen Blickwinkel auf unsere Lebensweise bekommen zu haben. Wir werden definitiv noch lange über diese Zeit nachdenken und einiges zu verarbeiten haben.

Um das Projekt abzuschließen, hier noch ein kleines Update zum Stand des Baues, als wir ihn verlassen haben: 4 Wochen lang haben wir alles gegeben und nicht nur unsere Muskelkraft, sondern auch unser Herzblut ins Projekt gesteckt. Die Küche konnten wir komplett fertig stellen. Beim anderen Gebäude fehlten nur noch noch ein paar Handgriffe wie das Verputzen von zwei Innenwänden oder die letzte Ecke der Dachkonstruktion. Jedoch müssten diese bereits von Jonah, Kahindi, Nico und Abbah mit ihrer kenianischen Arbeitsweise und ihrem Ideenreichtum erledigt worden sein. Wir sind stolz darauf mit unseren bloßen Händen so viel erreicht zu haben. Für uns war es wichtig, selbst vor Ort zu sein und nicht nur die finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, da wir so in eine persönlichen Kontakt mit den Menschen treten konnten. Wir lernten dadurch, wie wir unsere Unterstützung am besten einsetzen können.

Die Zeit wäre ohne all die lieben Menschen, die wir getroffen und die uns unterstützt haben, nicht die gleiche gewesen. Damit auch die kleinen Taten nicht in Vergessenheit geraten, wollen wir hiermit nochmal „Asante sana“ (Vielen Dank) sagen. Viele kleine Augenblicke werden uns ewig in Erinnerung bleiben.

– Nico stimmt lautstark „Don’t worry, be happy“ an und alle grooven mit

– Kahindi, wie er auf der anfangs noch nicht wirklich stabilen Dachkonstruktion rumturnt und von oben nach seinen „condoms“ (er meinte seine Handschuhe) schreit und wir jedes Mal leicht verwirrt waren. Verwirrt waren wir auch über Kahindis Anweisung „wait fast“, womit „wait first“ gemeint war

– Abbahs Selfiekünste haben uns immer zum Schmunzeln gebracht und jedes mal waren wir gespannt, ob wir überhaupt auf dem Bild drauf waren

– Jonah, der uns mit seiner guten Laune und seinen Späßen immer ein Lächeln auf die Lippen zaubern konnte

– Bernd, wie er uns jeden Morgen abholen kam und wir uns zu 11. ins Auto quetschen und über die holprigen Straßen fahren. Durch seine ruhige, herzliche Art konnten wir uns wie zuhause fühlen

– Trotz Irenes vielen Verpflichtungen, stand sie uns immer mit Rat und Tat zur Seite und konnte uns eine unvergessliche Safari ermöglichen

– Abdul war unser Ansprechpartner für die kleinen Probleme und konnte uns in vielen Situationen helfen. Durch seine Expertise konnten wir für wenig Geld an einen unfassbaren 10 GB Deal kommen

– Sumeiya, die voller Tatendrang auf der Baustelle mit anpackte und uns mit ihren Vorstellungen zum Thema Entwicklungszusammenarbeit beeindruckte

– Marian, die uns mit ihrer ruhigen, mütterlichen Art unsorgte

– Fatma, die uns half durch das chaotische Verkehrssystem ein nicht zu überteuertes Matatus zu ergattern und uns Mombasa zeigte

– Badeh, wie er uns mit seiner witzigen Art stolz sein neues Projekt, bestehend aus einem Bienenstock, präsentierte

– Joel, der taubstumme Gärtner von Bernd, der uns jedes Mal mit Händen und Füßen zu verstehen gab, wo sich der Gartenschlauch versteckte, damit wir den Baustellendreck loswerden konnten, bevor wir in den Pool sprangen

– Bernds Band (Solitary Band Mombasa), die unsere Abschlussparty mit ihrem Auftritt so unvergesslich gemacht hat und wir unsere Dancemoves unter Beweis stellen konnten

– Clemens, der uns so herzlich aufgenommen, für uns gekocht und seine Umgebung gezeigt hat. Danke, für all die schönen und spannenden Gespräche die uns zum Nachdenken angeregt haben.

– Und auch Maria, die uns mit ihrer engagierten und positiven Art völlig beeindruckte. Durch die unglaublichen Gespräche mit ihr bekamen wir neue Denkanstöße über unser eigenes soziales Handeln und unsere Weitblick Arbeit

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