Gebrauchsanweisung Lomé – Dogbo

Man nehme ein Taxi bis zur Grenze, passiert diese zu Fuss und sucht sich ein neues Fahrzeug Richtung Comé. Dort steigt man um und faehrt weiter nach Lokossa. Auch hier wird man noch einmal am Strassenrand ausgesetzt und wartet auf ein Taxi nach Dogbo selbst. Dort angekommen geht eigentlich alles wie von selbst: “Alors, je cherche l’ONG pro dogbo…” “Chez Klaus?” “Oui! Chez Klaus!”

Allerdings kommt man auch an, wenn man wie ich gerade mal auf dem Schirm hat, dass man ueber die Grenze muss und nach Dogbo will. Viel groesser ist da die Huerde, sein Ziel ueberhaupt verstaendlich zum Ausdruck zu bringen. “Vous allez ou, Madame?” “Dogbo” “Grand Popo?” “Non, DOGBO.” “Oui, Grand Popo, n’est-ce pas?” “NOOON! DOGBO!”

Verdammt. Ich hatte ja mit Ausspracheschwierigkeiten gerechnet, wenn es um Doerfer wie Kpogoudou oder auch Tossohoué geht. Aber was zum Teufel kann man an Dogbo so falsch aussprechen, dass es eher wie Grand Popo klingt (ein Ort, der nur 20km von der Grenze entfernt liegt)?

Naja, auch das funktioniert offensichtlich. Also hier ein Erklaerungsversuch fuer alle, die Dogbo bisher genauso falsch ausgesprochen haben wie ich: Zunaechst einmal liegt die Betonung eher auf der zweiten als auf der ersten Silbe, beide o’s werden ausserdem schoen lang gezogen, so wie in “Boot” oder “rot” oder “Not”…ihr versteht, was ich meine. Schoen deeeeehnen. Tja, und wie beschreibt man nun diesen “gb”-Laut? Beide Buchstaben werden ausgesprochen, aber irgendwie auch wieder nicht…

Ich geb’s auf. Macht euch am besten selbst auf den Weg hierher und denkt ein bisschen an mich, wenn man auch nach dem 38. Versuch noch glaubt, dass ihr nach Grand Popo wollt…

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