Clowns bei Sorya

Pure Aufregung im kleinen Dorf Tropang Sdock in Kambodscha – die Clowns ohne Grenzen kommen!

In den Klassenräumen der Schulen von Sorya hängen Zettel die die große Show ankündigen. Was steckt aber eigentlich dahinter? Das erfahren die Schüler erst am Tag selbst.
Nach der intensiven Planung von Seiten des Lehrerteams folgt nun endlich der große Tag. Geplant ist die erste Show um 11.15 Uhr in Tropang Trea und die zweite um 16.15 Uhr in Tropang Sdock. Alle Sorya Schüler kommen also voll auf ihre Kosten. Heute wird mal nicht fleißig Englisch/Computer gepaukt, sondern Spaß gehabt. (Was nicht heißen soll dass wir im Unterricht keinen Spaß haben, eher ganz im Gegenteil 😉 )
Schon um halb 11 füllt sich der Schulhof – die Schüler setzen sich aufgeregt auf die Stühle unter dem großen Zelt, welches uns ein bisschen Schatten spendet. Um die Zeit bis die Clowns kommen zu überbrücken, haben wir Schminke gekauft, mit der die Nasen der Schüler rot angemalt werden. Ganz viel Gekreische, ein Riesenspaß für Groß und Klein. Aufregung pur.
Auch die einstündige Show der Clowns wird positiv aufgenommen. Es wird gestaunt über die Jonglierkünste, gelacht über die Tollpatschigkeit und sich allgemein gefreut dabei sein zu dürfen.
Erledigt vom Klima und hungrig geht’s für Julian (Vereinsvorsitzender von Sorya), die drei Clowns, dem Fotographen und mich ins Khmerrestaurant um die Ecke. Bei Reis und Gemüse tauschen wir uns über den Verein „Clowns ohne Grenzen“ aus. Witzig zu erfahren, dass alle drei von Hauptberuf Clown sind und ein paar Mal im Jahr in fremde Länder und Projekte gehen um den Kindern dort wortwörtlich ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Wir kommen alle zu dem Schluss, dass die Philosophie des Vereins sehr nachhaltig und untersützenswert ist.
Nach dem Essen, einem kurzen Abstecher zum Phnom Chisor, einem Tempelberg in unmittelbarer Nähe zur Sorya Schule in Tropang Sdock, geht’s weiter zur nächsten Show.
Auch hier bekommen die Kinder rote Nasen und bedingt durch das vergleichbar jüngere Alter der Kinder ist es auch umso chaotischer und wuseliger. Aber alle freuen sich auf die Clowns und das ist schließlich die Hauptsache.
Als die Show dann beginnt, kann man beobachten, dass sich das gesamte Dorf auf dem großzügigen Schulhof versammelt hat. Von Baby bis Großeltern genießen alle die willkommene Abwechslung zum sonst doch sehr eintönigem dörflichen Leben. Auch das unfassbar bemühte und sympathische Hausmeisterehepaar Mister Ban und Ming Gschröp lachen und freuen sich wie kleine Kinder. Das ist unfassbar schön zu beobachten, denn die beiden arbeiten hart. Und auch viele die eigentlich nur auf der kleinen Dorfstraße mit dem Moto vorbeifahren bleiben stehen und schauen sich das Spektakel durch den Zaun an.
Der Tag endet mit Eierlaufen und Luftballontanzen, während die Sonne so langsam hinter den Palmsilhouetten untergeht. Die Clowns versuchen sich noch in Klatschspielen mit den Schülern und es werden jede Menge Fotos gemacht. Dieser Tag muss schließlich in Erinnerung bleiben!
Als ich abends im Bett liege und die Erlebnisse Revue passieren lasse merke ich, wie sehr ich dieses Dorf, das Projekt und seine Menschen lieben gelernt habe. Auf einen weiteren schönen Monat!
Ganz liebe Grüße aus Kambodscha,

Helen

 

Auch durch den Zaun wird das Treiben beobachtet – und sehr positiv aufgenommen

Mit roten Nasen wird sich auf die Show eingestimmt

Cheeeesseee

 

Ein Mordsspaß für groß und klein

Auch die Großen sind dabei

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