Benin – Reisebericht I

Am 3.3.2017 landeten wir aufgeregt, bepackt und voller Vorfreude am Flughafen in Cotonou.

Nach dem ersten Hitzeschock empfingen uns Basile und Charles, zwei Mitarbeiter von ESI, die uns auf der gesamten Reise begleiten würden. Unser erster Abend endete im lauten und bunten Trubel von Cotonou mit einer typisch beninischen Mahlzeit: Aloko (fritierte Kochbananen).

Raus aus dem Trubel der belebten Großstadt stiegen wir am nächsten Tag in ein Boot, um uns das afrikanische Venedig anzuschauen. Ganvié ist mit rund 20.000 Einwohnern das wohl größte, auf einem See errichtete Stelzendorf.

Benin ist eines der wenigen Länder, in dem die Voodoo-Tradition immer noch gelebt wird. Aus diesem Grund war es für uns sehr wichtig, diesen Teil der Kultur Benins zu verstehen. Daher machten wir uns auf nach Ouidah, um einen traditionellen Voodoo-Tempel zu besuchen. In dem berühmten „Temple des Pythons“ freundeten wir uns sogar mit den dort lebenden und vom Voodoo verehrten Schlangen an.

Die nächsten Tage verbrachten wir am INJEPS, mit dem wir unter anderem seit mehreren Jahren das „Uni baut Uni“-Projekt verwirklichen. Neben der vorgesehenen Erkundung der Uni mit ihren Campi organisierte unser Freund Jacques ein buntes Programm für uns. Jacques war im Wintersemester 2015/16 ein Stipendiat von Weitblick e.V. in Münster. Ein sehr bewegender Moment für uns war der Besuch des von Weitblick finanzierten Campus in Djavi. Es war schön zu sehen, wie das Unigelände gewachsen ist und nun auch studentisches Leben stattfindet.

Außerdem hatten wir die Möglichkeit mit dem Direktor des INJEPS und dem Präsidenten der Universität Abomey-Calavi ein persönliches Gespräch über unsere Zusammenarbeit zu führen. Da wir mit Studentinnen in einem Zimmer wohnten, waren wir nicht länger nur Touristen, sondern Gäste bei Freunden. Genau dieses Gefühl vermittelte uns auch Jacques, der uns mit in sein Dorf nahm, wo uns die Dorfbewohner ein vielseitiges Spektakel an Tänzen und Gesängen boten.

Schweren Herzens verließen wir unsere neuen Freunde am INJEPS um drei Tage lang die paradiesischen Strände in Grand Popo zu genießen. Wir nutzten die Zeit in unserer Gruppe, um das Erlebte zu reflektieren und die Eindrücke auf uns wirken zu lassen, bevor unsere Reise nach Dogbo ins Landesinnere weiterging…

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