See you later Cambodia and hello again Germany

Hallo,

puuhh nach einem langen, anstrengenden Flug bin ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge vor 3 Wochen wieder in Deutschland angekommen. Damit ist mein Abenteuer Kambodscha erstmal vorbei. Wie Schade!

Die zweite Hälfte meines Aufenthalts war genauso aufregend und spannend wie die erste Hälfte.

Wie ich euch ja in meinem letzten Beitrag erzählt hatte, waren wir mitten in den Vorbereitungen einer Hochzeit, Sreytouchs Hochzeit. Bei diesem Event mit dabei sein zu dürfen war klasse. In der Regel dauern Hochzeiten in Kambodscha so ca. 2 Tage.

Das heißt für unser Dorf Tropeang Sdock zwei Tage Dauerbeschallung mit großen, großen Megafonen. Gespielt wird traditionelle Khmer-Musik und Khmer-Pop-Musik. Ich bevorzuge ganz klar das erste, das ist das kleinere übel;) Abwechselnd wird Musik und Gebete von einem Mönch/Priester durch die Megafone gejagt, sodass das ganze Dorf nicht weghören kann. Morgens so um halb 5/5 Uhr wird mit dem Getöse angefangen.

Simon und ich wussten nicht was da auf uns zukommt. Wir ahnten also nichts böses als Sreytouch sich ein paar Tage vor der Hochzeit schon bei uns entschuldigte. Wir fanden das nur irgendwie komisch. Und dann gings los: Kurz vor 5 wurden wir von der Hochzeitsmusik gefolgt von Gebeten geweckt. Simon saß senkrecht im Bett und sagte nur zu mir: „Sophia, Sophia!!! Was passiert hier gerade? Was ist das? Und wieso ist das so laut!“

Mit Ohrenstöpsel gewappnet sind wir dann eine Stunde später zur ersten großen Zeremonie mit den anderen Lehrern hin und haben die zwei Tage so ganz gut überstanden. Braut und Bräutigam wirken bei der ganzen Zeremonie relativ gelangweilt und müde. Eine vor Glück strahlende Braut hatte ich mir anders vorgestellt.

Am zweiten Abend war dann aber der offizielle Teil vorbei und die Feier konnte beginnen. Erst dann freuten sich das Ehepaar und hatten Spaß für zwanzig. Der Abend war dann eigentlich auch genau wie man sich eine Hochzeit vorstellt. Erst essen alle viel zu viel, da das Essen viel zu lecker ist und dann wird zur Musik getanzt und dabei einiges an Bier getrunken. Also ein Riesenspaß:)

Weihnachten und Silvester in der Schule waren auch echt klasse. Wir haben mit den Kindern Geschenke ausgetauscht und Silvester mit den Lehrern einen Ausflug gemacht. Beides war super und ich bin selten so entspannt und glücklich ins neue Jahr gekommen.

Danach blieb uns nicht mehr viel Zeit und ruckizuck stand uns der Abschied bevor. Im Tschüss sagen bin ich immer schon ziemlich schlecht gewesen. Deshalb hab ich eigentlich zwei Tage nur geweint. Es fiel mir total schwer von meinen Klassen Abschied zu nehmen. Meine Reading-Class, 8 Mädels, die mit uns am Anfang der Reise mit in Angkor Wat waren, vermisse ich mit den Lehrern natürlich am meisten. Wir haben alle zusammen ziemlich lange geweint – typisch Mädchen ;). Der Abschied von den Lehrern am nächsten Tag war natürlich genauso schwer und tränenreich.

Nach zwei Wochen zurück in der Heimat plane ich jetzt schon, wann ich wieder nach Kambodscha fahren kann um meine Freunde in Tropeang Sdock und Tropeang Trea zu besuchen. Bis dahin bleibt mir wenigstens der Kontakt über Facebook mit allen lieb gewonnenen Menschen.

Eure Sophia

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