Immernoch weitweg

Drei erkenntnisreiche, spannende, faszinierende und vor allem schöne Wochen in Benin sind vorüber. In Dogbo stand an unseren letzten beiden Tagen der Austausch mit unserem Kooperationspartner Education Service International (ESI) im Vordergrund. In einem langen Gespräch mit nahezu dem kompletten Team von ESI ging es um den Fortschritt beim Projekt Uni Baut Uni, die Weitblick Schulen in Benin und die Arbeit von ESI auf dem Projektgelände in Dogbo. Es war ein interessanter Austausch, der einmal mehr bewiesen hat, wie wichtig die direkte Kommunikation für beide Seiten ist. Abgerundet wurde das Treffen standesgemäß mit einem Beninoise zu nigerianischen Klängen in der Projektbar bei Avla.
Auch sonst hat uns die nigerianische Musik ebenso wie die Beninische voll in ihren Bann gezogen. Ob beim Tam Tam ums Feuer oder in der lokalen Dorfdisko von Dogbo mit Projektleiter DJ Klaus am Mischpult, die Weitblicker stehen unseren beninischen Freunden in Sachen Feierelan in Nichts nach, obwohl zugegebenermaßen das Rhythmusgefühl etwas ungleich verteilt ist. Unseren Aufenthalt in Dogbo haben wir mit einer Moto-Tour durch die Dörfer der Region abgeschlossen und dabei auch eine lokale Sodabi Produktion besichtigen können.
In der letzten Woche haben wir uns aufgemacht weitere Teile der Landes zu erkunden. Die traumhaften Strände von Grand Popo und der Nationalpark Pendjari im Norden des Landes mit seinen vielen Antilopen, Affen, einigen Elefanten, Krokodilen, Flusspferden und vielen anderen Tieren gehören zum Pflichtprogramm für jeden Beninbesucher, so auch für uns. Zusätzlich konnten wir auch die Heimat unseres Guides Kounta im Norden kennenlernen, die Stadt Boukombe an der Grenze zu Togo. Beim Besuch eines traditionellen Tata-Hauses, beim traditionellen Tanz und in einem Gespräch mit dem togolesischen Bürgermeister der Region über die deutsche Kolonialgeschichte konnten wir viel über die Lebensweise der Menschen erfahren. Anschließend konnten die Weitblicker in einem Fußballspiel gegen eine Auswahl von Kindern aus Natitingou die in aller Welt gefürchtete deutsche Kämpfermentalität erfolgreich unter Beweis stellen. In einem emotionalen Spiel feierten die Weitblicker nach 1:4 Rückstand am Ende ein 4:4.
Eigentlich sollte es nach kurzem Zwischenaufenthalt in Cotonou nun zurück nach Deutschland gehen mit wunderbaren Eindrücken aus dieser tollen Zeit in Benin. Ob unsere innere Stimme erhört wurde wissen wir nicht, jedenfalls weilen wir immer noch in Benin, nachdem unser Flug gestrichen wurde. Einige von uns dürfen nun sogar 2 Tage länger bleiben. Und wenn sie nicht geflogen sind, dann schreiben sie auch nochmal morgen…

VIVE LA BENINOISE, VIVE L’ASSOCIATION DE WEITBLICK ET VIVE LE BENIN

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