Beninreise September 2015

Beninreise September 2015

Am Samstag, den 12. September 2015, ging die von uns bereits lang erwartete Reise in das von Deutschland weit entfernte Benin endlich los. Gut vorbereitet durch ein intensives Wochenende in Münster und mit zahlreichen Gastgeschenken im Gepäck trafen wir uns vormittags am Pariser Flughafen, um gemeinsam über Brüssel nach Cotonou zu fliegen.
Abends in Cotonou angekommen, hatten wir schon gleich die Möglichkeit, uns auf das afrikanische Zeitgefühl einzustellen: Basile, Charles und Lambert, die uns in den nächsten 3 Wochen auf unserer Reise begleiten sollten, waren noch nicht am Flughafen, um uns abzuholen. Nach kurzem Warten tauchten die drei jedoch auf, begrüßten uns fröhlich und brachten uns dann zu unserer Unterkunft.

Für Sonntag stand nicht zu viel auf dem Programm, sodass wir uns in Ruhe an das für uns neue Land gewöhnen konnten. Wir erkundeten Cotonou mit dem Auto, machten einen Abstecher zur Lagunenstadt Ganvié und ließen den Tag in der Abendsonne am Strand ausklingen.

Am Montagmorgen stand als erstes ein Termin bei dem neuen deutschen Botschafter auf dem Programm. Dies war unsere Gelegenheit, Weitblick als Verein vorzustellen und den Botschafter über die Projekte in Benin zu informieren. Klaus und Jules waren auch da, um pro dogbo und ESI vorzustellen.

Nachdem wir in Cotonou noch einige organisatorische Dinge, wie z.B. Geld wechseln, erledigt hatten, ging es auch schon direkt Richtung Porto Novo. Dort sollten wir die nächsten drei Nächte auf dem alten Campus von INJEPS zusammen mit den Studenten verbringen. Aufgrund der Semesterferien herrschte an der Uni zwar kein reges Treiben, wir trafen jedoch trotzdem auf einige Studenten, die teilweise sogar nur wegen uns zum Campus gekommen waren.
Besonders spannend und inspirierend war für uns das Treffen mit der Gruppe „Les amis de Weitblick“. Es war wirklich sehr interessant zu hören und anhand von Fotos zu sehen, was für verschiedene Aktionen diese im Vergleich zu Weitblick Münster doch recht kleine Gruppe schon durchgeführt hat. Spätestens als Jacques uns dann auch noch seinen selbst geschriebenen Weitblick-Song präsentiert hat, waren wir, glaube ich, alle ziemlich begeistert!

Nach einem Museumsbesuch sowie einem Ausflug auf den Markt am Mittwoch, war es am Donnerstag endlich soweit: Wir konnten den neuen Campus des INJEPS besichtigen. Mittlerweile ist das erste Lehrgebäude fertiggestellt und wird auch schon für verschiedene Veranstaltungen genutzt. Außerdem gibt es einen großen Fußballplatz, über den sich natürlich besonders die Sportstudenten sehr freuen.
Bevor wir am Nachmittag nach Dogbo aufbrechen, haben wir noch die Möglichkeit, den Uni Direktor persönlich kennenzulernen. Er zeigt sich sehr freundlich und bedankt sich immer wieder bei uns für die gute Zusammenarbeit und die zahlreichen Geschenke, die sich in den Jahren bei ihm angesammelt haben. Er zeigt uns viele Fotos, auf denen Weitblicker zu erkennen sind. Auch wir richten unseren Dank an ihn im Namen von ganz Weitblick Münster.

Schließlich geht es für uns weiter nach Dogbo. Dort werden wir circa eine Woche verbringen.
In Dogbo angekommen lernen wir schnell die verschiedenen Mitarbeiter von ESI kennen und auch den ebenfalls aus Deutschland kommenden Lukas, der gerade seinen einjährigen Freiwilligendienst dort begonnen hat.

In Dogbo standen für uns viele spannende Aktivitäten auf dem Programm. So haben wir unter anderem eine Motorradtour gemacht, unterirdische Höhlen besichtigt und mit Fahrrädern den König besucht. Jede von uns hat ein eintägiges Praktikum in einem Beruf ihrer Wahl machen können und auf dem Markt konnten wir uns Stoffe kaufen, aus denen wir dann anschließend beim Schneider wunderschöne Kleider nähen lassen konnten.

Spannend für uns war natürlich auch die Besichtigung der gerade neu fertiggestellten 7. Weitblick-Schule! Da zu dem Zeitpunkt, als wir da waren, noch Ferien waren, war sie noch nicht „in Betrieb“.

In verschiedenen Situationen, wie z.B. einem Spielenachmittag oder an einem Lagerfeuerabend mit Musik, hatten wir auch die Möglichkeit, die von pro dogbo geförderten Kinder besser kennenzulernen.

In einem Gespräch mit allen Mitarbeitern von ESI wurde immer wieder die gute Zusammenarbeit zwischen ESI und Weitblick gelobt. Jules berichtete, dass seine politische Arbeit im Gemeinderat von Dogbo seine Arbeit bei ESI sehr gut ergänzt, da der Gemeinderat unter anderem die Bildungsarbeit in Dogbo vorantreiben will.

Nach einem zweitägigen Abstecher am paradiesischen Strand von Grand Popo ging unsere Reise über Cotonou weiter in den Norden, wo wir traditionelle Dörfer und Landschaften besucht haben.

 

Von Alina, Corinna, Karin und Annika

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