Neues von der Reisegruppe

Nach unserem Abschied in Dogbo, einem traumhaftem Zwischenstopp in Grand Popo und einem Abstecher bei einem Schlangentempel in Ouidah startet unsere Reisegruppe in die zweite Woche.

Auf geht es nach Cotonou, wo wir uns glücklich die Unterschreibung des Austauschvertrags zwischen der Universite D’Abomey-Calavi und der WiWi-Fakultät der Uni Münster anschauen. (Mehr Infos zum Vertrag auf der Weitblick Münster facebook Seite) Beim anschließenden Schlendern über das Campus-Gelände bekommen wir einen schönen Einblick in den Uni-Alltag. Hier und da lünkern wir in einen Hörsaal und erfrischen uns mit einer Ananas. Nachmittags machen wir eine Bootstour durch das Pfahlbautendorf Ganvié nördlich von Cotonou. Wir erfahren viel über die Lebensweise der Menschen auf dem Wasser, sehen fischende Leute und spielende Kinder. Auch den riesigen Markt in Cotonou besuchen wir und sind erstmal überwältigt von dem geschäftigen Treiben, von der Lautstärke, von den Gerüchen und Eindrücken.

In die Hauptstadt Porto Novo geht es dann am nächsten Tag. Dort werden wir an der INJEPS mit Tanz und Gesang in Empfang genommen. Eine Musikkapelle bestehend aus Studenten stimmt sowohl die deutsche, als auch die beninische Nationalhymne an. Nachdem wir unser Gepäck auf unsere Zimmer im Studentenwohnheim verteilt haben, wo wir die nächsten Nächte zusammen mit den Studenten verbringen, werden wir zu einem Aerobic-Kurs eingeladen. Obwohl wir merken, dass uns ein schonendes Programm präsentiert wird kommen wir bei den Temperaturen schnell an unsere Grenzen. Immerhin trainieren wir unsere Lachmuskeln und sind auf dem Campus ein Hingucker. Nach der ersten Nacht im Wohnheim, wo wir Gelegenheit hatten mit den Studenten in unseren Zimmern zu quatschen und uns näher kennen zu lernen trinken wir einen Eiscafé fahren zu einem Markt. Im Auto kommt immer gute Stimmung auf weil wir richtig coole Musik hören, wie zum Beispiel die INJEPS-Hymne oder aktuell angesagte afrikanische Chansons und dabei mitsingen oder aus dem Fenster gucken und uns Porto Novo anschauen. Auf dem Markt werden unter anderem Naturalien verkauft denen eine heilende Wirkung zugeschrieben wird und auch Voodoo-Artefakte wie zum Beispiel Vögel oder Affenköpfe für Opfergaben. Am Tag darauf treffen wir die INJEPS-Direktion und Verwaltung und führen ein Gespräch mit Studenten und Mitgliedern der “Les Amis de Weitblick” in Djavi. Dabei werden interessante Fragen über uns und das Projekt gestellt. “Les Amis de Weitblick” verkaufen uns dann noch T-Shirts mit einem neu designten Logo, das uns gut gefällt. Für die Einweihungszeremonie des neuen Lehrgebäudes am nächsten Tag hatte der Direktor uns allen aus einem bunten Stoff festliche Kleidung Maß schneidern lassen. Die Stimmung ist feierlich und ein besonderer Moment ist, als uns symbolisch eine hübsch geschnitzte Holzfigur als Dankeschön überreicht wird. Als dann das Band durchgeschnitten wird strömt die Menge in das Gebäude hinauf in die neue zweite Etage, wo gefeiert, getrunken, gegessen und sich unterhalten wird. Auf Einladung des Direktors hin kommen wir anschließend in den Genuss von gebratenem Schweinefleisch. Mit den vollen Bäuchen tut uns dann ein bisschen Fußball ganz gut denken wir uns und begeben uns auf den “Mario-Götze-Sportplatz”. Zwar ist uns von Anfang an bewusst, dass wir gegen die Sportstudenten keine Schnitte haben, am Ende haben wir uns dann aber doch ganz gut geschlagen – oder schlagen lassen. Abends gehen wir noch alle zusammen tanzen und trinken das ein oder andere Beninoise.

Unser Reisebus startet am nächsten Tag in Richtung Norden. Abends kommen wir in Natitingou an und gehen erst einmal beninisch Essen. Trotz der langen Busfahrt am Vortag sind wir alle fit und aufgeregt als es dann in den Pendjari Nationalpark geht. Dort haben wir Glück und sehen unheimlich viele Tiere: Elefanten, Nilpferde, Affen, Antilopen, Wildschweine, Vögel und viele mehr. Immer vier von uns haben die Möglichkeit auf dem Bus oben drauf zu sitzen und so die Savanne hautnah zu erleben. In Boukombé ist das nächste Highlight die Tatsache, dass wir unter freiem Himmel schlafen. Unser Hotel ist nämlich einem Tata-Somba nachempfunden, den traditionellen burgartigen Hütten, welche wir auch besichtigen, eine sogar von Innen. Wir erfahren viel über die Kultur, über Tam-Tam, Musikinstrumente und über Bräuche. Wir besuchen ein Naturkundemuseum und bekommen die Möglichkeit, unsere eigene Schale nach traditioneller Technik zu töpfern. Von der Frau, die uns das Töpfern zeigt, werden wir zu einem Schluck von einer Art selbstgebrautem Bier eingeladen welches sich “Tchouc” nennt. Insgesamt ist auch die Natur im Norden äußerst beeindruckend. Wir sehen zwei sehr schöne Wasserfälle in denen wir auch schwimmen gehen und besteigen einen Berg von dem wir eine tolle Aussicht haben. Wieder zurück in Cotonou verbringen wir den letzten Tag unserer Reise auf einem Künstlermarkt. Als wir abends ein letztes mal beim Patt essen zusammen sitzen sind wir alle etwas melancholisch weil wir nicht fassen können, dass es schon vorbei ist. Trotzdem genießen wir die letzten Stunden in Benin noch bevor wir ins Flugzeug steigen.

Es war ein Fest! :)

Au revoir!

Gesa, Jennifer, Yvonne, Janaína, Lea, Judith, Laila, Angela und Heiko

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1 Kommentar zu “Neues von der Reisegruppe”

  1. Thanya Drummond Nauck schreibt:

    Mai 06, 15 um 05:20

    Faszinierend, wie viel ihr erlebt habt. Echtes eintauchen in der beninische Kultur… Im national Park wäre ich auch gerne dabei gewesen ;)


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