Weitweg in Bénin

Hallo zusammen!
Heute schreiben wir euch ein bisschen was aus Benin! Für die von euch, die uns nicht kennen: Wir sind Heiko und Janaina von Weitblick Münster. Da wir beide seid einiger Zeit im Vorstand sind und Heiko im letzten Jahr den Vorsitz von Weitblick Münster übernommen hat, haben wir uns dazu entschieden zusätzlich zur Reisegruppe noch einige Wochen ein Praktikum bei E.S.I. (unserem Partnerverein in Bénin) zu machen. Wir wollten dadurch den Verein noch besser kennenlernen, in Ruhe ausgiebig über unsere gemeinsamen Projekte und Ziele sprechen und die weitere Zusammenarbeit durch den persönlichen Austausch vereinfachen. Heute stehen wir am Ende unseres Praktikum und können völlig überzeugt sagen, dass unser Praktikum ein voller Erfolg war!
Aber jetzt einmal der Reihe nach: Vor vier Wochen sind wir in Cotonou, der heimlichen Hauptstadt Benins angekommen. Dort hatten wir erst einmal vier entspannte Tage, um richtig anzukommen. Außerdem haben wir die Zeit dazu genutzt ein bisschen touristisch unterwegs zu sein und waren auf dem Künstlermarkt und beim Grand Marché (der Markt ist wirklich riesig und man kann im Grunde alles kaufen, was man sich so vorstellen kann, von Stoffen über Möbel, Kleidung, Essenssachen bis hin zu Haustieren) und sind auch einen Tag zu einer Lagunenstadt gefahren, die komplett auf dem Wasser steht. Sprich alle Häuser, etc. stehen auf Stelzen und alle fahren mit kleinen Booten durch die Gegend – wirklich beeindruckend. Mit Prosper, Basile, Charles, Josué, Klaus und Lambert haben wir in den ersten Tagen schon direkt sechs bekannte Gesichter getroffen, sodass die Ankunft in Benin auch ein Wiedersehen mit Freunden war. Trotzdem haben wir uns dann auch richtig gefreut, als es nach nur wenigen Tagen schon inhaltlich losging. Unser erster Termin war die vorläufige Bauabnahme vom Lehrgebäude und dem Sportplatz am INJEPS. Dort haben wir dann zum ersten Mal das neue Gebäude bestaunen dürfen und es war echt ein schönes Gefühl, zu sehen, was wir mit unserer Arbeit in Münster hier erreicht haben. Der schönste Moment war, als die Studenten nach dem Ende der Begehung ihre Tische und Stühle in den ersten Stock getragen haben, da ab dann erstmalig die Räume benutzt wurden. Die offizielle Eröffnung findet dann gemeinsam mit der Reisegruppe in einigen Tagen statt, das wird bestimmt auch ein super schönes Event.

Im Anschluss an das Treffen in Djavi haben wir uns dann auf den Weg nach Dogbo gemacht, wo wir auch wirklich die komplette Praktikumszeit verbracht haben. Wir durften im Gästehaus wohnen und die Bibliothek wurde uns für die Zeit als „Büro“ zur Verfügung gestellt. Unsere Aufgaben waren sehr vielfältig, und wir konnten einen tollen Einblick in die umfangreiche Arbeit von ESI bekommen. Wir waren bei vielen offiziellen Terminen dabei, z.B. der Endabnahme einer der Grundschulen (die findet immer erst einige Monate nach der Fertigstellung statt), haben uns mal als Bäcker in der Ausbildungswerkstatt von ESI ausprobiert, und haben teilweise auch mal ganz praktisch gearbeitet, z.B. haben wir die Tische der angegliederten Kneipe neu gestrichen und einmal mit allen Jungs aus dem Wohnheim das ganze Gelände sauber gemacht. Immer wieder haben wir auch Zeit für die Arbeit von Weitblick genutzt, beispielsweise hatten wir ein großes Treffen mit dem Vorstand von ESI oder weitere Treffen bezüglich Uni-baut-Uni usw.

Insgesamt können wir auf jeden Fall sagen, dass wir eine super spannende Zeit hatten. Neben dem Praktikum war aber auch immer noch genug Zeit Land und Kultur besser kennenzulernen, wir waren auf zwei Beerdigungszeremonien, einige Male auf dem Markt in Dogbo, haben abends immer mit den Jungs aus dem Wohnheim gegessen und deshalb echt viel richtig leckeres, beninisches Essen kennengelernt, und abends haben wir fast immer den Tag bei einem Bier bei Avla ausklingen lassen. Wie ihr euch denken könnt, waren die vier Wochen wirklich eine klasse Zeit, spannend und entspannend zugleich und wir freuen uns nun einfach auf die kommenden drei Wochen gemeinsam mit der Reisegruppe. Da wird dann auch nochmal ein Bericht folgen. Und sonst könnt ihr uns natürlich gerne mit Fragen löchern, wenn wir dann wieder zurück in Münster sind.

Sonnige Grüße aus Dogbo,
Janaina & Heiko

PS Das Foto entstand bei der Abnahme des neuen Lehrgebäudes
Das neue Lehrgebäude steht!

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2 Kommentare zu “Weitweg in Bénin”

  1. Andreas Nauck schreibt:

    Mrz 12, 15 um 20:20

    Ich freue mich sehr, dass es Euch beiden so gut gegangen ist und ich bin sehr gespannt auf die Details die ihr dann irgendwann mal erzählen werdet. Mir gefällt eure Arbeit bei Weitblick immer besser. Und jetzt wünsche ich euch zusammen mit der Reisegruppe noch viele neue schöne Erlebnisse. Kommt alle heile zurück!

  2. Johannes Konigorski schreibt:

    Mrz 13, 15 um 07:23

    Eurer Bericht macht Lust auf MEHR und bringt in mir Erinnerungen meiner eigenen Reisen nach Dogbo/Benin wieder lebendig hervor. Danke und weiterhin viel Erfolg.


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