Habari gani? Was gibt’s neues?

Die Hälfte unserer Zeit ist inzwischen verstrichen, irgendwie unglaublich. Uns geht es allen immer noch gut und wir sind wirklich zufrieden mit dem, was wir bisher erreicht und erlebt haben.
Inzwischen haben wir das Mauern abgeschlossen. Gestern haben wir die letzten Stürze gegossen, ein Fenster und die Tür eingesetzt und die Balken für das Dach gestrichen. Beim Streichen hatten wir sogar zwischendurch ein paar Helfer mehr, denn die Kinder um uns herum fanden das anscheinend extrem spannend.
Heute wollen wir mit dem Verputzen anfangen, die restlichen 3 Fenster einsetzen und mit dem Dachstuhl beginnen.

Mittlerweile haben wir unser typisch deutsches Bedürfnis nach Strukturiertheit fast komplett über Bord geworfen und kommen auch damit klar, wenn mal etwas nicht sofort und komplett durchgeplant ausgeführt wird. Klappt schließlich auch so – Hakuna Matata.

Die Stimmung auf der Baustelle ist auch an anstrengenden Tagen super. Es werden viele Witze gemacht, gesungen und man merkt, dass nicht nur uns sondern auch den Bauleitern die Zusammenarbeit großen  Spaß macht. Besonders schön ist es, wenn wir auf die Baustelle kommen und schon von Weitem freudig begrüßt werden.

Auch die Kinder sind immer noch neugierig, was wir so machen. Viele wissen inzwischen schon unsere Namen und freuen sich, wenn sie uns entdecken. Wir haben heute sogar eine Spieleinladung zum Strand bekommen. Da wir uns aber nicht verständigen konnten, was die genaue Uhrzeit anging, ist die Verabredung leider nicht zustande gekommen.  😀
Die Heiratsanträge häufen sich inzwischen ebenfalls und wir können uns vor Angeboten kaum retten – 100 Euro ist bisher allerdings das Höchstgebot. Etwas enttäuschend! 😉

Unsere Jungs haben anscheinend ein wöchentliches Ritual des „Jeep Hebens“ eingeführt. Was genau sie da machen, wissen wir nicht genau – sie behaupten, dass sie den ca. 1 Tonne schweren Jeep mit ihren starken Armen umlagern müssen – es könnte sich aber auch um eine verlängerte Teepause handeln. Man weiß ja nie. 😉

Am Wochenende waren wir auf Safari im Nationalpark Salt Lick in den Tahita Hills und haben neben vielen Zebras, Giraffen und Antilopen auch drei der sogenannten „Big Five“ gesehen: Elefanten (Tembo ), Büffel (Nyati) und Löwen (Simba). Nashörner und Leoparden konnten wir leider nicht bewundern. Unsere Lodge war über einem Wasserloch auf Stelzen gebaut, sodass wir abends die Elefanten direkt unter unseren Fenstern beim abendlichen Gang zum Wasser beobachten konnten. Wir haben außerdem unser Fachwissen über die wilden Tiere erweitern können. So zum Beispiel, dass man sich einem Büffel niemals unbedarft nähern sollte, da sie nach den Nilpferden die zweit aggressivsten Tiere Kenias sind. Oder dass Zebras ein so kurzweiliges Gedächtnis haben, dass sie bereits nach wenigen Minuten vergessen haben, wenn sie von einem Löwen gejagt wurden. Das macht sie zu leichter Beute für die Raubkatzen.

Als wir von der Safari zurückkamen, hatten wir alle schon richtig das Gefühl nach Hause zu kommen. Dort erwarteten uns bereits Bernd und Irene, die während unserer Abwesenheit das ganze Haus von einer Flohplage befreit haben, die uns seit Ende letzter Woche befallen hatte. Wir haben als Ursache hierfür schwer unseren Wachhund Max im Verdacht, der die frühen Morgenstunden gerne auf unserem Sofa verbrachte und bei der Hitze, die momentan vor Einbruch der Regenzeit herrscht, sehr viele Flöhe beherbergte. Nun ist unser Haus aber dank Irenes und Bernds tatkräftiger Unterstützung garantiert flohfrei und wir hoffen, dass es auch so bleibt. Einige von uns hatten nämlich insgesamt über 100 Moskitostiche und Flohbisse.

Die Temperaturen steigen von Tag zu Tag. Bereits beim Aufstehen haben wir 30 Grad und die Tage auf der Baustelle sind von Hitze geprägt. Bei 35 Grad und praller Sonne muss man nicht einmal ein Haus bauen, um ins Schwitzen zu kommen. 😉

Wir hoffen auf etwas Regen und Abkühlung in der nächsten Zeit. Trotzdem sind wir voller Tatendrang und freuen uns auf die zweite Hälfte der Zeit!

Ein paar Fotos folgen heute Abend! Bis dahin,

Eurer Go Kenya Team.

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1 Kommentar zu “Habari gani? Was gibt’s neues?”

  1. Robert Simla schreibt:

    Mrz 21, 15 um 18:08

    Habari gani ist keine Frage sondern wir freuen uns über deinen schönen Bericht,
    wenn das mit dem Lehramt nicht wird werde Schriftsteller von Reiseberichten 🙂

    Do your thing !

    Robert und Petra


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