GoKenya 2014 – Mombasa

 

Es ist schon Freitag, wir sind eine Woche in Afrika. Für jeden Tag haben wir einen Küchendienst eingeteilt, der sich um Einkaufen, Putzen etc. kümmert. Heute haben Maike und ich, Hannah, dies übernommen, während die anderen auf dem Bau arbeiten. Nach dem Frühstück putzen wir das Haus, bei 12 Leuten fällt einiges an. Wäsche waschen (mit der Hand versteht sich) und dann das Lunch für die anderen vorbereiten und mit dem Boda-Boda zu ihnen bringen. Als wir nach dem Einkaufen zurück kommen, sitzen alle auf der Terrasse, singen und spielen Gitarre – Lagerfeuerfeeling. Zu essen hat Mariam wundervolles Curry gemacht und später sausen wir mal wieder zu zwölft auf 6 Boda-Bodas durchs nächtliche Afrika, im T-Shirt, nur den Sternenhimmel über uns, die verschlungen Holperwege des Buschs unter uns – Adrenalin und ein pures Glücksgefühl! Unser Ziel ist ein Hotel am Strand, in dem Bernd mit seiner Band spielt. Wir trinken Bier und Cocktails und werden dann von einer kenianischen Festgesellschaft zum Tanzen aufgefordert. Man stelle sich zwölf Mzungus vor, die mit vielen Kenianern eine ursprüngliche Form des Chickendance zu lokaler Livemusik tanzen.

 

Wochenende!!! Um etwas die Gegend zu erkunden, machen wir uns mit dem Matatu auf den Weg nach Mombasa, eine abendteuerliche Fahrt in einem überfüllten Kleinbus. Mombasa ist die erste „richtige“ Stadt, die  wir selbst erkunden. Extrem viele Eindrücke von Märkten, Geschäften und dem Treiben auf der Straße. Voll, laut, heiß, staubig, vermüllt. Als erstes besuchen wir den Markt und sprechen mit den Händlern, alle sind sehr interessiert und viele sprechen sogar ein paar Sätze Deutsch.

Umso mehr freuen sie sich, wenn wir uns in Swaheli versuchen. Am Fort Jesus haben wir einen wunderschönen Blick auf die Bucht von Mombasa und gönnen uns im Schatten eine kurze Pause mit „Samosas“ von einem Straßenhändler. Samosas sind mit Fleisch gefüllte Teigtaschen. Dort lernen wir auch einen kenianischen Professor kennen, der mit seinen Studenten die Stadt besucht. Er laedt uns ein am Ende unserer Reise seine Uni zu besuchen, vielleicht schaffen es ein paar von uns vorbeizuschauen. Weiter laufen wir in die Altstadt zu einem Cafe, dort legen wir unsere Mittagspause ein, mittlerweile ist es sehr heiß geworden und da kommt uns ein orientalischer Eiskaffee gerade recht. Später folgt das Souvenirshoppen und Sightseeing. Eine Reizüberflutung von Tüchern, Schnitzereien und und und…teils aufdringliche Verkäufer, aber auch sehr nette und hilfsbereite, wenn man sich etwas verlaufen hatte in den Gassen. Schließlich steigen wir erschöpft und dreckig ins Matatu nach Hause. Denn auch der Abend sollte noch einiges an Programm bieten. Wir gehen wieder in der Cobba Cabana – Bar essen. Leckerer, frischer Fisch am Strand. Danach zeigt uns Abdul eine Bar auf dem Dach einer Shoppingmall. Bier, Cocktails, die ein oder andere Shisha und Tanzen bis in die Morgenstunden. Das Shoppingcenter ist sehr westlich und wir sind erstaunt, dass es so etwas gibt, denn in der Stadt haben wir bisher nur kleine Läden und Straßenstände gesehen.

Heute ist Sonntag und wir haben alle zum Grillen eingeladen. So wird die erste Woche schön ausklingen und morgen gehts wieder an die Schüppe. Wir sind super motiviert und freuen uns auf alles was uns bevorsteht. Denn jeder Tag ist hier ein einzigartiges Erlebnis!

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