GoKenya 2014 – Jambo!

Nachdem die ersten spannenden und eindrucksvollen Tage vorüber gestrichen sind, melden wir uns nun endlich mit unserem ersten Blog-Eintrag. Die letzten Tage ist wahnsinnig viel passiert und wir kommen mit dem Reflektieren und Blog schreiben gar nicht richtig hinterher.
Angefangen hat unser großes Abenteuer für die meisten von uns zwölf „Go Kenya“ Teilnehmern am vorletzten Freitag am Düsseldorfer Flughafen. Mit riesengroßem Gepäck und einer noch viel größeren Aufregung und Neugier auf das was uns erwartet steigen wir ins Flugzeug. In Nairobi angekommen schlägt uns erst einmal Kenias heiße Mittagshitze entgegen. 35 Grad im Schatten – eine ganz schöne Umstellung. Nach einigen Verhandlungen und neugierigen Blicken der Kenianer auf die vielen „Mzungos“ (=Weißen) fahren wir mit dem Taxi durch die Innenstadt Nairobis. Mehr oder weniger still und staunend sitzen wir da, erschlagen von der Hitze und den unfassbar vielen Eindrücken. Überall auf der Straße sind unzählige Menschen unterwegs, gekleidet von ärmlich über traditionell bis zu geschäftlich. All diese Menschen quetschen sich zwischem dem wahnsinnigen Verkehr hindurch. Dauerhaftes Hupen und Reifen quietschen – wir schwitzen nicht nur wegen der Hitze! Nach zwei Stunden sind Bustickets für den nächsten Tag gekauft und kurze Zeit später das Hostel gefunden. Durchatmen!
Am nächsten Morgen geht es mit dem Bus in acht Stunden nach Mombasa. Auf dem Weg koennen wir erste wilde Tiere, u.a. Giraffen, Affen, Zebras und Elefanten sehen. Nach einer Gesamtzeit von ca. 48 Stunden dann endich das Ziel in Sicht, unsere Unterkunft für die nächsten vier Wochen in Majengo, nah der kenianischen Ostküste. Bei Hähnchen, Pommes, Ugali (quasi das kenianische Nationalgericht, Maisbrei) und Bier treffen wir uns abends das erste Mal alle zusammen im „Kings & Queens“, einer ansässigen Dorfkneipe.

Nach der ersten teils unerträglich heißen und schlaflosen Nacht geht es mit viel Motivation in den ersten Arbeitstag, jedoch wird der Enthusiasmus etwas gebremst. Anstatt zur Baustelle fahren wir zunächst zum Frühstück zu Bernd, unserem Projektpartner vor Ort. Bei Toast, Ei und kenianischem Tee sitzen wir zusammen und freuen uns auf den ersten Stein den wir legen werden. Als wir endlich zur Schule fahren liegen Spannung und Aufregung in der Luft: Wie sieht die Schule aus? Werden wir mit den kenianischen Arbeitern gut auskommen? Wie werden die Kinder auf uns reagieren? Fragen über Fragen…
Die ersten kleineren Arbeiten, welche als Vorbereitungen für das Fundament dienen, sind anfangs trotz der prallen Mittagssonne sehr entspannt und schnell erledigt. Um das Fundament (Gemisch aus Stein, Sand und Zement) zu gießen, müssen wir einen wannenähnlichen Holzrahmen bauen, welcher das Gemisch auffängt. Die ersten Hammerschläge sind ein voller Erfolg und bieten einen sehr entspannten Auftakt.

Am nächsten Tag geht es dann richtig los! Unsere Köchin Marian bereitet uns ein sehr leckeres Frühstück und dann geht es gut gestärkt auf den Bau. In voller Montur und mit viel Energie wird Zement gemischt (zwei Säcke Zement, sechs Schubkarren Sand, acht Schubkarren Kies) – den ganzen Tag lang! Schnell findet jeder seine Aufgabe und wir arbeiten effektiv zusammen. Ein tolles Gefühl, dass alle an einem Strang ziehen und in kürzester Zeit Ergebnisse sichtbar sind. Unser ewiger Begleiter, die unerträgliche Hitze lässt den Schweiß fließen und die Sonnencreme kann nicht alle vor der Sonne schützen. Ein weiteres Problem, welches sich schon nach den ersten Stunden bemerkbar macht, ist die ausreichende Wasserversorgung, die man braucht um auf den Beinen zu bleiben. Dass eineinhalb Liter Wasser pro Person binnen einer Stunde verbraucht sind, hatten wir nicht gedacht.

Auf dem Weg nach Hause werden wir mit einem freundlichen JAMBO gegrüßt und erfreuen uns an der Gelassenheit der Kenianer – Pole Pole (langsam langsam). Abends feiern wir mit Abdul, Bernds Stiefsohn, in seinen Geburtstag. Er zeigt uns eine tolle Strandbar, zu welcher uns 6 Boda Boda bringen. Dort können wir nach der harten Arbeit entspannen und die leichte Brise am Meer lässt alle Anstrengungen vom Tage vergessen. Wieder zu Hause angekommen fallen wir in einen tiefen, erholsamen Schlaf.

Gruppenbild GoKenya 2014

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