GO KENYA 2014 – time to say goodbye

Von der dritten Woche gibt es keine besonderen Ereignisse zu berichten. Unser Haus nimmt Form an, die Motivation ist teilweise nicht auf der Höhe. Aber irgendwer hat immer gute Laune und steckt die anderen an. Freitag hatte Irene Geburtstag und wir haben für sie ein BBQ veranstaltet. Ähnlich wie das Erste wurde es ein langer, lustiger Abend, an dem auch unsere Arbeiter und weitere Freunde teilgenommen haben.

Am Wochenende gingen Tjorven, Nico und Katharina auf Safari und berichteten später von wunderschönen Landschaften mit vielen Elefanten, Giraffen, Zebras und und und im Tsawo National Park.
Alle anderen sind mit dem Matattu in den Norden gefahren und verbrachten eine Nacht im Ecocamp.Ein Camp betrieben von einer Kommunitie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Mangrovenwald der Rgion zu schützen und auch für schulische Bildung zu sorgen.
Den Sonntagmittag verbrachten wir in den Gederuuinen, einer alten Swaheli Stadt unter vielen Baobabbäumen. Diese boten tolle Fotomotive und die Atmosphäre weckte unsere Vorstellungskraft, wie das Leben damals gewesen sein könnte. Im Anschluss fuhren wir über Kilifi, einem Fischerdorf nach Hause. Den Stop in Klifi nutzen wir für eine Stärkung am Creek, mit wunderschönem Ausblick. Leider mussten wir sehr lange auf unser Essen warten und konnten nicht viel mehr als den Matatubahnhof des Dorfes sehen.

Montagmorgen gingen/fuhren wir gemeinsam zur „St. Joseph´s House of Hope School“. Rose und Carol (die Leiterinnen) begrüßten uns sehr nett und zeigten uns die Schule. „Weitblick“ Köln will dort vielleicht einsteigen und die Schule unterstützen. Rose und Carol sind so engagiert und man merkt, dass ihnen viel an den Kindern und der Schule liegt. Letzte Woche war Rose an “unsere” Schule, der “New Fuhara School”, die sie vor 2 Jahren verlassen hatte. Die Freudenschreie der Kinder liessen gar nicht nach.
Die „St. Josephs House of Hope School“ bietet auch eine Ausbildung als Schneiderin oder Mechaniker an (evtl. in Zukunft auch fuer Hauswirtschaft ).
Das ist eine super Sache und bringt die jungen Leute weiter.
Generell war die Atmospaere sehr freundlich und die Lehrer wirkten auch nett und engagiert.
Highlight unseres Besuchs war, dass die Kinder sangen. Das war so schoen und beruehrte und sehr. Die Kinder hatten solch einen Spass dabei!

Die letzte Woche ging einerseits sehr schnell rum und jeden Tag sah man mehr, wie es in Richtung Fertigstellung ging, doch brauchten wir am Donnerstag eine Ansprach von Konsti, um die letzte Motivation aus uns heraus zu holen. Und es wirkte! Die letzten beiden Tage machten wir gute Fortschritte, im Streichen, im Beenden des Daches und beim Boden giessen. Es war toll zu sehen, wie die Waende endlich weiss wurden, die Fenster und Saeulen in einem schoenen Limettengruen erstrahlten und der Fussboden immer glatter wurde.
Auch den Kindern, Lehrern und Bauarbeitern gefiel die ausgesuchte Farbe sehr.
Was uns die Arbeit einerseits erleichterte, uns aber auch zurueck warf, war der heftige Regen. Das Dach fertig zu stellen und die Aussenwaende zu streichen war so erst einmal nicht moeglich, doch wir genossen es im Regen zu arbeiten und nicht in der knallenden Sonne zu stehen.

Freitag, der letzte Tag auf dem Bau an der Schule, kam schneller, als man begreifen konnte. Seit 4 Wochen arbeiten wir auf diesen Tag hin, doch als es endlich soweit war, konnten wir es gar nicht begreifen. Wir standen vor einem fertigen Haus, wo zu Beginn noch nichts stand. Es waren 4 anstrengende Wochen, die uns viel Schweiss kosteten, doch wir genossen die Zeit sehr und besonders die Arbeit im Team mit unseren kenianischen Kollegen, machte viel Spass und war eine tolle Erfahrung fuer jeden.
Morgens strichen wir noch im Haus, mittags hatten wir fuer die Kinder „Pilau“ (Reis mit einem besonderen Gewuerz und etwas Fleisch) und Salat eingekauft. Die Kinder freuten sich sehr (manche hatten bis jetzt noch nie Pilau gegessen, obwohl es ein „einfaches“ Gericht aus Reis ist).
Anschliessend kam der wohl bewegendste Augenblick fuer uns alle in dieser Zeit: die Lehrer und Kinder hatten zum Abschied, als Dankeschön, ein kleines Programm für uns vorbereitet, mit Dankesreden beiderseiten, mit traditionellen Gesängen und Tanz. Plötzlich stürzten sich die Kinder auf uns und zogen uns zum Tanzen nach vorne. Ein großer Spaß für beide Seiten, auch wenn die Kinder uns in Grund und Boden tanzten und wir uns etwas trampelig anstellten. Die Afrikaner haben den Rhythmus einfach im Blut!
Freitag war einfach ein toller Tag an der Schule. Die Stimmung war fröhlich und herzlich und ich denke, dass die 4 Wochen auch für die Kinder etwas besonderes waren und sie Spaß daran hatten, die „Muzungus“ zu beobachten und zu ärgern=)

Eine super Nachricht ist, dass wir noch einiges von den Spendengeldern für den Bau übrig hatten (ca.1500 Euro) und so alle fehlenden Bücher (samt Umschläge), Ölfarbe für alle Klassen, Mülleimer, Regale für die Klassenräume und Tische und Stühle für 2 Klassenräume für die Schule kaufen konnten.

Morgen (am Sonntag) werden wir Majengo/Kalamai in Richtung Nairobi verlassen.
Geplant für die nächste Woche ist dann noch ein Besuch in einer Masaischule, um sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen und evtl. mit „Weitblick“ das Projekt zu unterstützen. Anschließend eine Safari im Masai Mara Nationalpark, eine Wanderung auf und um einen Vulkan und ein weiterer Nationalpark.

Danke für die großartige Unterstützung an alle Spender!!
Und dann bis bald in Deutschland.

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1 Kommentar zu “GO KENYA 2014 – time to say goodbye”

  1. Friedrich-Wilhelm Hennings schreibt:

    Mrz 30, 14 um 17:13

    Insgesamt ein toller Bericht über eine großartige Leistung von einem hervorragenden Team. Gratulation!!!!!
    Ich wünsche euch noch eine schöne und erlebnisreiche letzte Woche und eine gute Heimkehr.


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