Viele positive Nachrichten für das Projekt

Hallo zusammen,

seit dem letzten Bericht ist schon wieder viel Zeit vergangen. Nachdem die Woche mit den Präsentationen für die Studenten wirklich ein Highlight meiner Reise war, hat sich diese Woche ein wenig ruhiger gestaltet, was aber auch mal ganz angenehm war. :-)

Generell gab es in der letzten Zeit sehr viele positive Nachrichten für das Projekt.  Eine Fakultät in Münster hat uns mitgeteilt, dass sie sich einen Studenten-Austausch nach Benin relativ gut vorstellen kann, sodass wir in Bezug auf eine mögliche Universitätspartnerschaft einen großen Schritt vorangekommen sind.

Zusätzlich haben wir letzte Woche eine Privatspende von 10.000 Euro erhalten, sodass wirklich alle weitblicker total aus dem Häuschen waren und der geplante Baubeginn im März 2014 deutlich näher gerückt ist.

Und zu guter Letzt wurde unser Video zum Projekt fertig gestellt. Ihr könnt euch also in dem 12-minütigen Beitrag anschauen, wo ich mich genau befinde, wie es am INJEPS ausschaut und mit welchen Leuten ich nun tagtäglich zusammen bin. Ich finde, unsere weitblickerin Leonie hat das richtig gut gemacht :-) : http://www.youtube.com/watch?v=phzsY8-v9z0

Leider gab es jedoch auch in dieser Woche nicht so gute Nachrichten. Zwei beninische Freunde sind an Malaria erkrankt. Auch wenn es hier eine super spannende Zeit ist und ich mich diesem Land immer mehr verbunden fühle, so darf man nicht vergessen, dass es auch viele, viele Probleme gibt, die nicht einfach zu beheben sind. Ich hoffe, dass die Medikamente der beiden schnell anschlagen, sodass es Ihnen bald wieder besser geht. Und natürlich hoffe ich auch, dass meine Malaria-Prophylaxe, mein Moskito-Netz und mein Moskito-Spray  weiter ihren Dienst erweisen…

Was ist ansonsten noch passiert?

Vorletzten Sonntag gab es eine partielle Sonnenfinsternis in Benin, die wir uns natürlich auch mit den entsprechenden Sonnenbrillen aus der Apotheke angeschaut haben.

Außerdem war ich das erste Mal mit Bibiane bei einem beninischen Gottesdienst. Dies war eine sehr spannende Erfahrung und ich war  beeindruckt von den vielen, schönen bunten Gewändern der Beniner. Mittlerweile finde ich es schon fast schade, dass sich die Deutschen im Verhältnis doch sehr einfarbig kleiden und ich glaube, das werde ich wirklich vermissen, wenn ich wieder in der Heimat bin. Auch die Predigt und der Gesang waren wirklich ein großer Unterschied im Vergleich zu Deutschland, allerdings muss ich zugeben, dass es mir nach der 3. Stunde dann doch etwas zu viel des Guten war, sodass ich mit Bibiane erst mal ein bisschen Frischluft schnappen wollte.

Und dann war ich noch in der letzten Woche das erste Mal in meinem Viertel joggen. Um 7 Uhr morgens ging es los und ich war gespannt, wie die Beniner auf den laufenden Yovo reagieren würden.  Zum Glück war es zu der Uhrzeit noch nicht ganz so lebhaft auf der Straße, sodass ich nur ein paar Leuten „Bonjour“ zurufen brauchte. Hatte auch fast damit gerechnet, dass es bis zum Schluss so bleibt, aber natürlich war dies nicht der Fall… Kurz vor meinem Zuhause kam ein Jugendlicher gerade aus dem Ausgang seines Hauses und hat mich gesehen. Die Gelegenheit wollte er sich nicht nehmen lassen und ist direkt mit seinen Flipflops neben mir her gejoggt, um mir ein paar Fragen zu stellen. Ich habe die Fragen freundlich beantwortet, war dann aber auch nicht traurig, als er nach ein paar Minuten wieder dein Heimweg angetreten ist. So konnte ich meine Runde in Ruhe beenden und mich anschließend für die Arbeit fertig machen – Hier in Benin ist einfach jede Alltags-Situation ein Erlebnis. :-)

Soviel erst mal wieder von meiner Seite.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.  – Habe gerade mal nachgeschaut: 6C° und Wolken. Da gefällt es mir hier mit Sonnenschein und 25-28C° doch deutlich besser ;-)

Viele Grüße
Angela

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