Viele Gespräche und eine erleichternde Nachricht zum Schluss der Woche

Hallo zusammen,

nachdem die letzte Woche ja etwas ruhiger war, gab es in dieser Woche wieder ein paar mehr spannende Ereignisse, von denen ich heute berichten kann. Zunächst war ich am Sonntag erneut mit Bibiane (Studentin am INJEPS) in ihrer Kirche, wo einmal im Monat ein Fest gefeiert wird. Zu dieser Gelegenheit haben sich alle Gemeinde-Mitglieder noch ein wenig festlicher und bunter angezogen, als es ohnehin schon immer der Fall ist.  Ich glaube, wenn ihr euch das Foto im Anhang anschaut, dann wisst ihr, was ich meine, und ihr werdet mit Sicherheit ebenso schmunzeln, so wie ich an dem gesamten Tag. :-)

Am Dienstag habe ich dann in Porto Novo Besuch aus der Heimat bekommen: Julia aus Köln. Obwohl ich Julia selbst vor dem Besuch noch nicht kannte, so merkt man doch, dass eigentlich jeder Deutsche in Benin ein Freund ist, und wir haben einen richtig schönen Tag verbracht. Aber wie kam es eigentlich zu dem Besuch?

In der vorletzten Woche hatte ich einen Termin mit der DAAD-Verantwortlichen in Cotonou, um mich bzgl. Austausch-Stipendien für die Studenten zu erkundigen. Obwohl es vermutlich schwierig wird, für die Studenten des INJEPS ein Stipendium zu erhalten, so war das Gespräch mit Berit trotzdem sehr nett, da wir ungefähr im gleichen Alter waren und die gleichen Interessen teilen. Einen Tag später habe ich einen Anruf von Berit erhalten, ob ich nicht Lust hätte, mit Ihrer Freundin etwas in Porto Novo zu unternehmen, die momentan zu Besuch ist. Natürlich habe ich gerne zugesagt und direkt angeboten, dass sie auch gerne bei mir übernachten kann.

Als Julia also mittags in Porto Novo angekommen ist, haben wir uns zunächst das INJEPS und den botanischen Garten angeschaut. Anschließend ging es zum Centre Songhai. Hierbei handelt es sich um ein sehr großes Gelände, das die landwirtschaftliche Produktion Benins mit all seinen Facetten darstellt. Nach der zwei-stündigen Führung auf relativ gutem Englisch sind wir noch zum großen Markt gefahren und haben den Abend mit einem gemütlichen Essen mit Fabrice ausklingen lassen.

Die Nacht war allerdings leider nur sehr kurz, da wir bereits um 5:30 Uhr schon wieder aufstehen mussten, was ich überhaupt nicht mehr gewohnt war… Der Direktor des INJEPS hatte jedoch einen Tag zuvor angekündigt, dass wir morgens  um 7 Uhr nach Cotonou aufbrechen müssen, da wir um 9 Uhr einen Termin mit dem Rektor der Universität Abomey-Calvi (höchste Instanz der Uni) haben, um unser Projekt vorzustellen.

In Cotonou angekommen, habe ich mich also wieder von Julia verabschiedet und zusammen mit dem alten Direktor des INJEPS, dem aktuellen Direktor des INJEPS, Lambert und einem weiteren Professor ging es dann zum Rektor. Das Treffen hat insgesamt vielleicht 20-30 Minuten gedauert, wobei der Rektor einen sehr freundlichen und aufgeschlossenen Eindruck gemacht hat (auf dem Bild links neben mir). Er hat uns zugesichert, dass er das Projekt gerne unterstützen wird und so hoffen wir, dass es bei den zukünftigen Vertragsabschlüssen keine Probleme mehr geben wird.

Zum Schluss der Woche habe ich es mir auch nicht nehmen lassen, mir einmal ein Krankenhaus von Innen anzuschauen. Leider hatte ich schon während der gesamten Woche eine Erkältung, leichte Kopfschmerzen und ganz leicht erhöhte Temperatur. Was in Deutschland aussieht wie eine Grippe, kann in Benin jedoch auch ein Anzeichen für Malaria sein. Und da 3 Freunde aus meinem engen Freundeskreis in der letzten Zeit Malaria hatten und ich einigen Leuten in Deutschland versprochen habe, dass ich gut auf mich aufpassen werde, bin ich mit einem Test auf Nummer sicher gegangen.

Generell war ich von dem Krankenhaus relativ positiv überrascht, da alles sehr ordentlich und sauber wirkte. Genauso wie in Deutschland mussten wir abererst mal 3 Stunden warten, bevor ich untersucht wurde. Das Ergebnis des Tests lag um 17 Uhr vor, wobei ich einmal tief durchatmen konnte, da es sich tatsächlich nur um eine Grippe gehandelt hat. So werde ich mich also am Wochenende gut schonen und dann geht es in der nächsten Woche voller Tatendrang mit dem Projekt und neuen Erfahrungen weiter.

Ich hoffe, dass es euch allen ebenfalls gut geht und wünsche euch einen guten Start in die Weihnachtszeit.

Viele Grüße
Angela

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