Brasilien 2012 – Prolog

Seit fast sechs Wochen bin ich nun in Brasilien und nach einem 10- tägigen Besuch in Sao Paulo ging es auf nach Rio de Janeiro um dort 4 Wochen im Projekt „To Ligado“ zu verbringen. Den Kontakt hatte ich über Weitblick Berlin und an dieser Stelle ein paar erste Eindrücke beziehungsweise Blogeinträge von anderer Stelle…

Rio hat viele Facetten und der Satz von Millor Fernandes „”Ich erwachte im herbstlichen Rio, und das Meer, die Sonne und die Berge stritten sich, wer der Schönste war“ beschreibt das Szenarium hier wohl ziemlich gut. Ich bin auf der ständigen Suche, neue Lieblingsorte zu entdecken oder den besten Ausblick über Stadt und Meer zu erhaschen.  Und immer wieder werde ich überwältigt von den Möglichkeiten dieser Stadt.

Und mittendrin liegt das Gelände des Projekts „To ligado“. Das ehemalige Kloster liegt hoch oben und bietet einen wunderschönen Ausblick. Hier gibt es eine Wohnung für Freiwillige und zur Zeit wohne ich dort mit noch zwei englischen Freiwilligen, die für 3 Monate bleiben werden. Außerdem finden auf dem Gelände regelmäßig Kurse statt, sodass man stets von Menschen umgeben ist und man außerdem immer bestens bekocht wird;)

Auf den umliegenden Bergen siedeln sich die comunidades an, aus welchen die Kinder ins Projekt kommen.
Im Projekt gibt es eine tägliche Hausaufgabenbetreuung und verschiedene Workshops (Tanz, Gitarre, Englischunterricht etc.) (siehe unten)

Die umliegenden comunidades sind geprägt von Drogen, Gewalt und Armut. Schon früh werden Kinder in die Drogengeschäfte verwickelt. Kriminelle bieten ihnen Geld an, um Wache zu stehen oder andere kleine „Jobs“ zu verrichten. Ab heute kommt –um ein Beispiel zu nennen- ein Junge ins Projekt, 6 Jahre alt, der bereits sein Geld als „Wächter“ vor der Polizei verdient. Schließlich würde bei Kindern niemand den Verdacht schöpfen….
Und so ist es wichtig, die Kinder zu beschäftigen, ihnen einen sicheren Ort zu bieten, wo Kind sein möglich ist und wo Alternativen gelernt und gezeigt werden können.

Ich bin gespannt auf alles was kommt und freue mich mehr über das Projekt, Land und Leute in Kürze zu berichten…

Viele Grüße aus der Ferne, Andrea

 

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