Go Kenya – Wer abends feiern kann, kann morgens auch schaffen…

Leider geht unsere Zeit hier in Kenia viel zu schnell herum. Langsam, aber sicher rückt auch der Abschied von Laura und Vincent näher. Aus diesem Grund, aber auch weil’s Spaß macht, wir in Feierlaune waren und die Jungs von der Baustelle mal zu uns einladen wollten, organisierten wir am Donnerstag eine Grillparty nach Feierabend. Nach einem regnerischen Morgen, der uns schon Sorgen bereitet hat, war der Abend wunderbar lau und der Garten voller Leute. Der Grill – von Vincent und Clemens gemauert (jetzt wissen wir ja alle, wie das geht) – und seine Grillmeister lieferten Fleisch und Würstchen und Marian hat ein wunderbares Buffet mit leckeren afrikanischen Beilagen – darunter auch unsere geliebten Chapatis – Salaten und Obst gezaubert. Bernds Band ist aufgetreten und hat für eine super Stimmung und Tanzlaune gesorgt. Die Party war ein wirklich gelungener Abend, da sind wir uns alle einig, und ein Höhepunkt der Woche und unseres ganzen Aufenthaltes hier.

Marafiki. (Kiswahili für "Freunde")

Marafiki. (Kiswahili für "Freunde")

Wie schon durch die gemeinsamen Besuche in Chris‘ Dorf nach der Arbeit zum Palmweintrinken wachsen wir, die Mzungus und die Arbeiter zu einem immer besseren Team zusammen.
Doch wer abends feiern kann, kann morgens auch schaffen – und deshalb ging es freitagsmorgens natürlich wie gewohnt auf der Baustelle weiter. Nach einer kurzen Nacht zwar, aber trotzdem mit viel Spaß, vor allem weil bei einigen noch die Nachwirkungen des Abends deutlich zu bemerken waren… 😉
Seit Samstagmorgen sind wir nun also zu neunt. Das Wochenende verbrachten wir dieses Mal getrennt, für einige ist es bereits das letzte ganze Wochenende hier in Kenia, dem nchi nzuri. Theresa, Hanna und Clemens brachen zusammen mit Kati und Leo auf nach Watamu, wo sie im Gästehaus „Arosha“ und am Strand mal so richtig die Seele baumeln lassen konnten und erholsame Tage in einem Naturschutzgebiet verbrachten. Die Mzungus in Watamu sind übrigens größtenteils Italiener, weswegen man öfter „ciao“ als „jambo“ hört.
Martina, Kati (Katharina) und Kathrin fuhren zu Clemens und Mary, Freunden von Bernd, auf deren beeindruckenden Anwesen sie unter Mango- und Cashewbäumen, bei Wein und intensiven Gesprächen entspannt haben, aber auch viele interessante Themen besprochen haben und mit neuen Eindrücken zurückkamen. Das lag unter anderem auch am Besuch bei Nachbarn von Clemens und Mary, einer großen Familie, die harte Schicksalsschläge hinnehmen musste und derer sich Clemens und Mary besonders angenommen haben.
Iva, Timo und Annabel erkundeten die Gegend um Mtwapa und besuchten die Ngomongo-Dörfer, eine Art „Mitmachmuseum“, wo das Alltagsleben und die Traditionen verschiedener kenianischer Stämme nachgestellt wird, einen Gottesdienst, der genau so laut, voller Musik, Gesang und Tanz war, wie man sich afrikanische Gottesdienste vorstellt und das Festival von Kilifi: ein kleines, aber feines Festival mit großartiger Musik, Kunsthandwerk-Ständen und tanzenden Menschen.

Nur gestaltete sich die Heimfahrt als schwierig, da alle Matatus in unsere Richtung aus Kilifi kamen und an einem Sonntagabend natürlich vollbesetzt mit Pendlern waren. Zum Glück haben wir einen Kenianer kennengelernt, der uns geholfen hat. Ich muss immer noch lachen, wenn ich an unsere erste Begegnung mit ihm zurückdenke:

Er: „Where are you from?“

Ich: „Ujerumani.“

Er: „Ah, Germany! Bonjour!“ 😀

Mit seiner Hilfe konnten wir einen Safari-Fahrer anhalten, der uns doch tatsächlich mit nach Majengo genommen hat. Ganz luxuriös hatten wir drei einen Safari-Bus für uns allein. So viel Platz ist man dann doch kaum mehr gewöhnt.

Sonnenuntergang in Majengo

Sonnenuntergang in Majengo

So hatte jede Kleingruppe ein schönes Wochenende verbracht. Leider ist die kommende Woche die letzte auf der Baustelle und für einige auch die letzte ihres Keniaaufenthaltes überhaupt. Daher heißt es nun Endspurt und noch einmal alles geben, damit am Freitag das Klassenzimmer fertig ist!

Eintrag auf Facebook teilen
Eintrag auf Twitter teilen

Kommentieren