Go Kenya – Endspurt!

Mit gemischten Gefühlen begannen wir montags unsere letzte Arbeitswoche. Einerseits war es ein großartiges Gefühl zu sehen, wie das Haus immer mehr Gestalt annahm und wir ernteten von allen Seiten viel Lob für unsere unermüdliche, disziplinierte und motivierte Arbeit. Andererseits haben wir in Kanamai und Majengo viele Freundschaften geschlossen und schöne wie auch nachdenklich stimmende Erfahrungen gemacht, die uns alle prägen und die wir ungerne hinter uns lassen möchten.

Zunächst ging jedoch der ganz normale Alltag auf der Baustelle weiter. Die Schulferien waren vorbei und dank der vielen Kinder war der Schulhof voller Leben. Das verschönerte natürlich die Pausen, in denen wir ausgiebig mit den Großen und Kleinen spielen konnten. Außerdem teilten wir uns mit den Arbeitern die Schulspeise (und definitive Leibspeise von Iva und mir) ugali na maharagwe (ugali ist ein zäher Brei aus Maismehl und Wasser, maharagwe sind rote Bohnen) was auch wieder ein ganz besonderes und verbindendes Erlebnis war. Das ist man nämlich mit den Fingern: Mit der rechten Hand formt man eine kleine Kugel aus Ugali, drückt mit dem Daumen eine kleine Vertiefung hinein und nimmt damit die im eigenen Sud gekochten Bohnen auf. Das schmeckt und gibt Kraft!Ugali na maharagwe

Die haben wir auch gebraucht, denn in dieser Woche wollten die meisten nochmal alles geben.

Zuerst wurde das Gebälk für das Dach fertiggestellt. Das Dach selbst besteht aus Wellblechteilen, die von Kahindi angebracht wurden. Die Arbeit auf den schmalen Balken in luftiger Höhe war natürlich ein bisschen gefährlich, weshalb wir mazungu nur beim Anreichen der Balken und Wellblechstücke helfen konnten. Außerdem wurden die Wände nun mehrfach angestrichen bis sie in einem frischen Weiß strahlten. Auch die Tür wurde eingesetzt. Nach langem Hin und Her haben wir uns auf die Farbe Violett für Fensterrahmen und Tür geeinigt, sodass auch diese gestrichen werden konnten.

Donnerstags haben wir Theresas Geburtstag gefeiert: bei Bernd gab es sogar eine – ich sag’ mal – Kirschtorte Schwarzwälder Art. Und das mitten in Afrika!

Als das Dach halb fertig und der Boden gereinigt und mit einer Zement-Wasser-Mischung geglättet war, hatten wir unser Ziel fast erreicht. Zuletzt wurden noch einige Kleinigkeiten ausgebessert und am Freitag, dem 07.09.2012 war es dann soweit: Wir waren am Ziel, das Klassenzimmer steht, die Kinder freuten sich, wir Weitblicker aber waren zwar stolz auf unseren Erfolg, aber auch ein bisschen wehmütig, dass unser Aufenthalt in Kenia nun bald vorbei ist.

Kwisha!

Kwisha!

 

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