Go Kenya – Das Haus nimmt Gestalt an

Mörtel mischen

Mörtel mischen - Maji zaidi! Tosha!

Stein auf Stein...

Stein auf Stein...

Der Hausbau schreitet gut voran! Nachdem wir den Zement für den Boden noch luxuriös in der Maschine gemischt haben wird der Mörtel für die Mauern auf dem Boden mithilfe von Schippen und Spaten gemischt. Tag für Tag sind die vier Mauern weiter gewachsen, neben dem sehr anstrengenden Mörtelmischen mussten natürlich die Steine herbeigetragen und schließlich gemauert werden. Sehr abenteuerlich die Holzkonstruktion, um weiter in die Höhe mauern zu können.
Am Wochenende stand der Segeltörn an und er wurde – sagen wir mal – ein Erlebnis, das niemand so schnell vergessen wird. Der Freitagabend an Bord begann sehr fröhlich, bei üppigem Essen, Tusker-Bier, Safari-Rum und Tabu-Spiel. Das ebenfalls opulente Frühstück am nächsten Tag haben wir nach der anstrengenden Arbeitswoche natürlich genauso genossen. Aber als wir dann losgesegelt sind, stellte sich ziemlich schnell heraus, dass der Ausflug nicht die erwartete Entspannung bringen wird, da Seekrankheit und Magenprobleme den meisten Weitblickern schwer zu schaffen machten – besser gesagt: die Fische wurden gefüttert. ;)
Sonntagsmorgens brach bereits ein Teil der Gruppe auf, um nach einer chaotischen Matatu-Fahrt wieder nach Hause zu kommen. Der andere Teil blieb auf dem Schiff. Niko, der zwischenzeitlich an Bord gekommen war, fuhr mit ein paar Leuten zu einem kleinen Riff, wo wir schnorcheln konnten und trotz relativ trüber Sicht einige schöne Fische und Korallen entdeckt haben. Auf dem Heimweg in die Bucht zeigte sich die See von ihrer rauen Seite, das Schiff schaukelte stark und bei Regen und Gegenwind kamen wir nur langsam voran, sind aber schließlich alle wohlauf angekommen. Nach dieser Schaukelpartie waren die meisten von uns Landratten froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
Nach diesem aufregenden Wochenende war die Arbeit auf der Baustelle am Montag eine willkommene Rückkehr zum Alltag und wir haben viel geschafft, auch wenn der eine oder die andere noch mit Nachwirkungen des Wochenendes zu kämpfen hatte. Die nächsten Tage arbeiteten ein paar Leute zusammen mit Kahindi an den Fenstern während die anderen auf der Baustelle Holz- und Eisenkonstruktionen bauten, die oben an den Mauern angebracht wurden. Dann wurde wieder Zement angemischt – das können wir mittlerweise richtig gut -, mit dem diese Konstruktionen aufgefüllt wurden. Außerdem wurde vor dem Klassenzimmer, wo die Terrasse hinkommen soll, der Boden abgetragen. Ein echter Knochenjob, denn der ist voller Steine, die mit der Spitzhacke herausgeklopft werden müssen. Am Ende der Woche haben wir die Fläche in einem Rutsch mit Zement aufgefüllt.
Wir sind mittlerweile richtig im Arbeitsrhythmus: die Stimmung ist super auf der Baustelle, jeder gibt alles und trotz der harten Arbeit kommt natürlich auch der Spaß nicht zu kurz. Kahindi, Jona, Niko, Chris und Abba haben uns schon viele Kiswahili-Begriffe beigebracht und kennen umgekehrt auch die wichtigsten deutschen Ausdrücke: Ey Kollege, alles klar?!
Das “Jambo-Lied” – der Ohrwurm schlechthin – hat auf alle Fälle das Potential unsere Hymne hier zu werden. Vielleicht bekommen wir es hin, es im Chor zu singen und dieses Kleinod kenianisch-deutscher Gruppendynamik auf Video festzuhalten. Bis dahin hier erstmal der Text:

Jambo, jambo Bwana.
Habari gani? Nzuri sana.
Wageni mwakari bishwa.
Kenya yetu, hakuna matata!

Übrigens haben uns die Marafiki von der Baustelle diese Woche in ein kleines Dorf mitten im Wald geführt, wo wir den “afrikanischen Saft”, den Palmwein probiert haben. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, aber man muss ja auch mal alles probiert haben. Typisch afrikanisch sind auch die Gerichte, die uns Irenes Schwester Marian jeden Tag zaubert: Wali, chapati, samosa, ugali und pilao sind nur einige Gerichte mit denen wir hier verköstigt werden.
Ebenfalls erwähnenswert sind unsere tierischen Erlebnisse hier: Mal abgesehen von den Moskitos, die uns pünktlich gegen Feierabend – wenn der gemütliche Teil des Tages beginnt – plagen, kriecht und fliegt hier so einiges: überdimensionale Tausendfüßler, die sich gerne mal in Klamotten verstecken, eine riesige Schabe, die von Timo eingefangen und in die Freiheit entlassen wurde und natürlich unsere fette Badezimmerspinne Frieda. Daneben Käfer, Ameisen, Geckos und sogar Igel, eben alles, was man sich vorstellen kann, aber die verirren sich nicht so oft in unser Haus.Iva und ein Tierchen

Kwa heri, liebe Leser, morgen geht es auf Safari.
Tutaonata!

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2 Kommentare zu “Go Kenya – Das Haus nimmt Gestalt an”

  1. Eico schreibt:

    Sep 27, 12 um 14:23

    Bilder, Bilder, Bilder! =D

  2. Maria schreibt:

    Okt 02, 12 um 11:12

    Mal ein etwas anderer Baublog, finde ich klasse. Bin schon gespannt auf die nächsten Artikel!


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