Hello.

Es kommt einem vor wie das beliebteste Wort in Kambodscha “hello” und manchmal wirkt es wie ein Wettbewerb zwischen den Kindern: Wer kann am lautesten Hello schreien. Die Begeisterung lässt nicht nach, auch wenn ich 10 Mal hintereinander die gleiche Strecke hin- und herfahre.

Ich werde SMS wie „Teacher, I miss you“ oder „Teacher, do you have freetime?” um halb 6 morgens vermissen. Meine Schüler sind einfach toll und unheimlich wissbegierig. Letzte Woche haben wir einen Ausflug nach Phnom Penh auf die Killing Fields gemacht. Wir haben fast vier Stunden dort verbracht und sind mit Audioguides rumgelaufen. Es haben sich alle richtig viele Notizen gemacht, ich bin gespannt wie die Auswertung im Unterricht diese Woche wird.

Ich werde vielleicht auch Reis vermissen, ich freue mich eigentlich jeden Abend auf meine große Portion. Wenn ich mit Srey Touch bei ihrer Familie ankomme wird mir immer sofort gesagt: “Isabelle, iss Reis und setz dich hin.“ Dann werde ich noch 4 Mal darauf hingewiesen, dass ich mehr Reis essen soll, bis ich irgendwann platze. Dort bei der Familie zu sitzen werde ich auf jeden Fall vermissen.

Die immerwährende Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen würde ich gerne mit nach Deutschland nehmen. Auch solche Situationen sind toll: Man sitzt im Bus und unterhält sich nur kurz mit einem anderen Mädel, dass es sich dann gemütlich macht, mir Essen anbietet, dann den Kopf auf meine Schulter legt und schläft. Ich hab aber wahrscheinlich auch einfach die optimale Anlehngröße gehabt.

lecker!

leben noch!

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