Weitblicker zu Gast in Benin II

Grundsteinlegung der vierten Weitblick Schule in Benin

von Eva Banz

In der Morgensonne machten wir uns auf den Weg zur Grundsteinlegung der vierten Schule von Weitblick in Kpodavé. Als wir um die letzte Hecke bogen, begannen etwa hundertfünfzig Schülerinnen und Schüler zu singen und zu klatschen. Sie hatten eine Schneise gebildet, durch die wir hindurchliefen und viele viele kleine Hände schüttelten. Die Kinder strahlten uns an und während wir zwischen den Kindern durchliefen kamen uns der Direktor und die Lehrer entgegen, um uns zu begrüßen. Ein paar Meter weiter trommelten, sangen und tanzten eine Gruppe von etwa dreißig oder vierzig beninischen Frauen. Sie feuerten sich gegenseitig an, lachten und bewegten sich voller Energie mit der Musik. Viele trugen Kinder in Tüchern gebunden auf dem Rücken, die tief und fest schliefen. Wenn eines schrie, wurde es in einer Bewegung: Vom Rücken genommen, an die Brust gesetzt und direkt wurde weiter getrommelt!
Es folgten die Reden und die Grundsteinlegung – nach beninischer Sitte: In einen quadratischen Zementblock wird ein großer Stein zementiert, der zur Hälfte hinausschaut. Genau so bleibt das Objekt dann auch stehen. Die Schule selbst wird ein paar Meter dahinter errichtet…

Als die Bilder für Mario Götze wurden gemacht, drängten alle Kinder sich vor die Kameras, so nah, dass man teilweise nur noch Daumen und Nasen erkennen konnte. Es war super lustig: Ständig kam jemand anderes an und wollte ein Foto. Sogar die Frauen kamen zu uns und baten uns, Bilder von ihnen und ihren Kindern zu machen. Sie freute sich ebenso wie die Kinder, als wir ihnen die Bilder zeigten. Zeitgleich trommelten die meisten Frauen weiter und tanzten, wir wurden direkt in den Kreis gezogen und tanzten mit. Es war ein kunterbuntes Bild: Wir tanzten und feierten zusammen, dass bald an dieser Stelle nicht mehr nur ein Überdach aus Palmzweigen stehen wird, sondern eine Schule, die wind- und wetterfest ist.

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