I wish I had a mango tree in my backyard

Mangoernte

Es ist bereits März, die Zeit vergeht wie im Flug, die Sonne brennt immer heißer, aber der Vorteil ist, die Mangos werden endlich reif! Tatsächlich habe ich derzeit nicht nur einen sondern mehrere Mangobäume in “meinem Garten”. Natürlich auf dem Schulgelände von Sorya. Heute haben wir die ersten Mangos geerntet. Die geernteten, hellgrünen Mangos lassen wir jetzt noch einige Tage nachreifen, bis sie außen gelb werden. Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, sehen kambodschanische Mangos ganz anders aus als die, die wir in Deutschland kaufen können – und sie schmecken viel, viel besser. Die Kambodschaner essen Mangos das ganze Jahr über: unreif, mit Salz und Chilli – nicht unbedingt meine Leibspeise. Aber die süßen, gelben Mangos sind der beste Nutellabrotersatz zum Frühstück – köstlich!

Mangos

Mein letzter Monat in der Schule ist bereits angebrochen und ich bin jetzt schon traurig zu gehen. Die Schüler, meine Lehrerkollegen und die Dorfbewohner wachsen mir von Tag zu Tag mehr ans Herz. Ich genieße meinen “Alltag” hier in Kambodscha genauso sehr, wie alle neuen, spannenden Erlebnisse, die ich hier mache und machen darf.

Vor ein paar Tagen habe ich meine zweite Khmer-Hochzeit besucht. Ich habe mir extra dafür ein Kleid von unserer Dorfschneiderin nähen lassen. Sie hat meinen Wunsch nach einem dunkelgünen Stoff – wie man sieht – nicht ganz verstanden. Außerdem konnte sie überhaupt nicht nachvollziehen, warum ich keine glitzernden Pailletten auf meinem Kleid haben möchte.

Meine Kolleginnen und ich auf der Hochzeit

Aber nun gut – mit meinem Khmerkleid mit unverkennbar westlichem Einfluss besuchte ich nun diese Hochzeit. Eine traditionelle Hochzeit in Kambodscha dauert drei Tage. Am dritten Tag kann quasi “jeder” zur Feierlichkeit kommen, die im Elternhaus der Braut stattfindet. Aus Boxen, die in Deutschland für ein mittelgroßes Festival genutzt werden würden tönt laute Musik, alle Damen sind wie Porzellanpuppen zurechtgemacht und es wird an runden Tischen gemeinsam gegessen. Alle essen Fisch, Schweinefleisch, Suppe oder Ente von großen Platten, die in der Mitte des Tisches stehen. Dazu gibt es – natürlich – Reis. Bier, Cola und andere Getränke werden in Dosen ‘gereicht’, die man später mit allem anderem Müll sowie den Essensresten unter den Tisch wirft (für mich ein sehr gewöhnungsbedürftiges Verhalten). Nach dem Essen wird um einen Tisch getanzt. Der traditionelle Khmer-Tanz ist recht einfach zu lernen und ziemlich langweilig, da man sich ganz langsam im Wiegeschritt um den Tisch bewegt und dazu kreisende Bewegungen mit seinen Händen macht. Gefeiert wird bis spät in die Nacht. Da im Moment “Wedding Season” ist, könnt ihr euch in etwa vorstellen, wieviel Schlaf ich im Moment bekomme.

Frosch in meiner Schmutzwäsche

Mit der Hitze kommen – so scheint mir – auch die Tiere. Jedenfalls durfte ich in den letzten Tagen einige dicke Spinnen und Frösche aus meinem Zimmer entfernen. Die Fotos können euch vielleicht einen kleinen Eindruck von der “beeindruckenden” Tierwelt hier in  Kambodscha vermitteln.

Spinne

Auf meiner Reise nach Koh Tonsay (übersetzt heißt das Rabbit Island) gab es neben einem traumhaft schönen, tropischen Inselstrand und einem fabelhaften Sonnenuntergang auch einen ziemlich fies aussehenden, roten Seestern zu entdecken. Aber seht selbst.

Seestern auf Koh Tonsay

Sonnenuntergang auf Koh Tonsay

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