Gut.

Meine Tage in Tropeang Trea sind gezählt. Bald werde ich Abschied nehmen und für 3 Wochen noch weitere Teile Kambodschas bereisen. Am Freitag habe ich meinen Abschied von Sorya Cambodia gefeiert. Wir haben Fische gegrillt. Dazu gab es Mangosalat, Reis und Palmwein, der leider nicht so gut schmeckte, wie ich erwartet habe. Trotz dieser kleinen Enttäuschung war es ein schöner, wenn auch etwas zu früher Abschied von meinen Kollegen. Ich werde das Team und vor allem die Schüler und das “Dorfleben” sehr vermissen. Da dies auch einer meiner letzten Blogeinträge sein könnte, heute noch eine kleine Anekdote aus meinem Schulalltag.

 

 

 

 

Es kommt manchmal vor, dass mir aus Versehen deutsche Worte herausrutschen. Ich sage manchmal “also” oder “nee” oder “gut”. In meiner Elementary Class fingen alle Schüler an zu lachen, als ich einmal “gut” anstatt “good” benutzte, nachdem ein Schüler etwas vorgelesen hatte. Ich dachte, sie fänden die Aussprache dieses Wortes sehr witzig und erklärte ihnen, dass das englische Wort “good” im Deutschen “gut” heiße. Weiterhin Gekicher… Ich machte mir einen Spaß daraus und verwendete in den folgenden Stunden immer wieder das Wort “gut”, um meine Schüler zu loben. Ich erntete dafür immer  einen Lacher und fühlte mich als “coole” Lehrerin, die Scherze mit ihren Schülern macht. Bis mich mein Khmer-Coteacher Bun Rong (der eigentliche Lehrer der Klasse, mit dem ich zusammen unterrichte) darauf hinwies, dass “gut” auf Khmer “Po” bedeutet. Da wurde mir einiges klar! Meine Schüler lachten nicht MIT mir, sie lachten ÜBER mich. Ich denke, ich werde in meinen letzten vier Unterrichtsstunden meinen Switch zwischen Englisch und Deutsch – bzw. in diesem Falle Khmer – tunlichst vermeiden.

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1 Kommentar zu “Gut.”

  1. Kathrin schreibt:

    Mrz 31, 12 um 18:10

    Liebe Sina,
    beste Anekdote ever :)
    musste doch ewas schmunzeln!
    Liebe Grüße, Kathrin


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