Go Kenya 2012 – 1

Der Start von Till, Janin und Lisa von Düsseldorf über Zürich nach Nairobi verlief ohne Probleme. Der Temperaturunterschied von +40° (-15° +25°) zwischen der Schweiz und Kenia war eine Wohltat und machte den Einstieg ins wunderschöne Afrika umso angenehmer.
Die erste Nacht in Nairobi verbrachten wir dann mit Backpackern jeglicher Nationen in einem Hostel nicht weit der Innenstadt entfernt, wo Fabian und Konstantin sich unserer beschaulichen Gruppe anschlossen.
Der Samstag in Nairobi wurde geprägt von den vielen Eindrücken der Innenstadt. Dichte Stände mit Lautsprecherbeschallung, bewaffnete Sicherheitskräfte vor Banken, wildgewordene Autofahrer und einem Park mit Blick auf die Skyline.
Am Abend reisten wir dann mit einem Reisebus, wie man ihn auch aus Deutschland kennt, Richtung Mombasa (viele Slums, Wellblechhütten und Abfall überall) um von dort mit einem traditionellen Matatu zu Bernd zu fahren. Ein Matatu ist übrigens ein Kleinbus, indem sich ca. 15 Leute näherkommen und dessen Fahrer grundsätzlich wie Verrückte fahren und den Verkehrsregeln des Öfteren keine Beachtung schenken.
Bernd und die ganze Familie begrüßten uns durchgerüttelte Matatuneulinge sehr herzlich. Theresa, Melanie und Florian, die schon morgens in Mombasa angekommen waren und sich schon einmal ein wenig umgeschaut und eingelebt hatten schliefen allerdings noch.
Den ersten Tag bei Bernd kann man getrost als (weiteren) Orientierungstag beschreiben. Einzug ins Zimmer, Besuch des nur 50m entfernten Strandes und weitere „Wohlfühltätigkeiten“ machten den Sonntag sehr entspannend.
Montag war der Tag dann gekommen, der erste Arbeitstag!
Bei der Ankunft wurden wir von den Kindern zögerlich aber doch warmherzig mit Willkommensgesängen empfangen.
Obwohl wir nur Zahnbürsten und Zahnpasta mitgebracht haben, waren die Kinder von der Abwechslung im Schulalltag durchaus begeistert. Auch wenn sie sich vielleicht über Süßigkeiten oder ähnliches mehr gefreut hätten.
Bei der ersten Begehung der Baustelle und wurden wir von unseren kenianischen Vorarbeitern Aba, Nico, Jona und Kahindi ebenfalls sehr herzlich empfangen und zuerst einmal eingewiesen. Das Fundament für den von uns zu bauenden Klassenraum 5 war schon gegossen, sodass wir nach einer kurzen Einweisung den ersten Mörtel (oder auch ‚Morta‘ auf Kiswahili) anmischen konnten und mit der ersten Steinreihe für die Wände begannen. Nachdem wir die ersten drei Schichten geschafft hatten hörten wir zum ersten Mal das erlösende Wort ‚Kwisha‘, was auf Kiswahili Feierabend bedeutet.
Abends konnten wir alle noch schön das Afrika Cup Finale gucken, natürlich als Sambia Fan wie unsere tolle Gastgeberin Irene.

Am Dienstag klotzen wir richtig ran und hatten schon kurz nach 12 Uhr das Fundament für Klassenraum 6 fertig gestellt, sodass wir den Nachmittag am Pool genießen konnten. Den erfolgreichen zweiten Tag ließen wir mit dem ein oder anderen kühlen Tuskerbier beim Auftritt von Bernds Live-Band in einem Hotel ausklingen.

Mittwochs konnten wir dann wieder an „unserem“ Klassenraum arbeiten und die Wände weiter hochziehen, sodass man schon sehen konnte wo einmal die Fenster eingebaut werden.

Mittlerweile haben sich auch die Kinder vor Ort immer mehr an uns gewöhnt und neben dem fröhlichen ‚Jambo‘ (Hallo) bekommen wir auch öfters mal einen Handschlag.
Donnerstag errichteten wir die erste Stufe des Gerüsts und bis Freitagmittag zogen wir die Mauern bis zum Türsturz hoch. Danach hieß es erst einmal Wochenende.
Nicht nur auf dem Bau, auch bei der Gestaltung unserer Freizeit unterstützt uns Abdul (der Sohn unserer Gastmutter) immer wieder gerne und bringt uns das Leben eines jungen Kenianers näher.
Unser erstes Wochenende verbrachten wir, auf Abduls Empfehlung hin, am Diani Beach, südlich von Mombasa. Wir Genossen die traumhaften Strände und sammelten Energie für die nächste Arbeitswoche.
Montagmorgen gingen wir voller Tatendrang wieder an die Arbeit und gossen schon den Türsturz. Trotz Hitze und permanenter Sonneneinstrahlung, kommen wir prima voran und es geht immer höher und höher hinaus!

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