Ankunft in Phnom Penh

29. Oktober, abends. Nach einer dreitaegigen Reise mit einem 24 stuendigen Aufenthalt in Dubai komme ich ziemlich erschoepft in Phnom Penh an. Es ist schon stockduster als ich den Flughafen verlasse. Hitze schlaegt mir entgegen. Draussen wartet – bereits seit zwei Stunden – eine kleine Gruppe des Sorya-Teams, die mich herzlich in Empfang nimmt.

Meine erste Tuk-Tuk Fahrt, vom Flughafen in die Stadt, erlebe ich zur Rush-Hour. Motos schlaengeln sich um uns herum oder kommen uns in falscher Fahrtrichtung entgegen. Darauf sitzen vom Saeugling bis zur Grossmutter dichtgedraengt ganze Familien. Fussgaenger, Fahrraeder, Tuk-Tuks, Autos, Busse, schwerbeladene Lastwagen… alles tummelt sich auf der Strasse und bewegt sich einem Ameisenhaufen gleich nach mir unbegreiflichen Regeln fort. Wir muessen bruellen um gegen den Motorenlaerm und das unaufhoerliche Hupen anzukommen.  An den Strassenraendern reihen sich kleine Staende aneinander. Frauen stehen hinter dampfenden Woks. Gruene Kokusnuesse sind zu grossen Stapeln aufgetuermt und werden den Passanten als Getraenk mit auf den Weg gegeben. Im Guesthouse angekommen schwirrt mir der Kopf. Ich fuehle mich geradezu betrunken von den vielen neuen Eindruecken!

Zum Abendessen fuehrt uns Mr. Theoun, der Leiter des Sorya Projekts in Kambodscha, in  ein typisches Khmer-Restaurant. Eine Franzoesin, die ich im Flugzeug kennen gelernt habe, wird wie selbstverstaendlich mit eingeladen. Es gibt Rindfleisch, einen Salat aus gruenem Mango und kleinen getrockneten Krabben, Schrimps, Gemuese, Bananen und vor allem eine Ente, die mitsamt Kopf und Fuessen serviert wird! Ein Festessen! Dazu trinken wir eisgekuehltes Angkor-Bier, von dem mir, sobald ich einen Schluck genommen habe, nachgeschenkt wird. Ich probiere von allem etwas und bin ueberrascht, wie gut mir die Khmer-Kueche schmeckt. Es ist ein besonders netter  und lustiger erster Abend. Spaeter falle ich totmuede aber ziemlich gluecklich ins Bett.

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