#1 Momentaufnahme

Strassenverkehr – Hup-Hup!!!

Die Devise auf kambodschanischen Strassen lautet: hupen und fahren! Egal wie viel Gegenverkehr auf uns zukommt, es wird überholt. Lediglich anhand der Breite der Strasse bemisst sich die Anzahl der Spuren, seien es zwei, drei oder auch vier. Und auf keinen Fall darf man das Hupen vergessen! Gehupt wird aus jedem Grund, um auf ein Überholmanöver aufmerksam zu machen, andere Menschen, Tiere, aus dem Weg zu bekommen oder manchmal, vermute ich, auch einfach aus Spass 😉 Die einzigen Regeln, die ich bisher beobachten konnte, lauten: Der Grössere hat Vorfahrt und Motos passen überall durch!

 

 

‘‘Ich heisse Srey Touch und bin 21 Jahre alt‘‘

Srey Touch, eine der Lehrerinnen, ist für die Zeit unseres Aufenthalts nun selbst auch gleichzeitig Schülerin. Nilaxsa gibt ihr einmal am Tag für eine Stunde Unterricht in unserer Sprache. Die beiden sind wirklich sehr fleissig und Srey Touch ist eine wissbegierige Schülerin! Richtig süss wird es, wenn die Aussprache geübt wird. Dann folgt ein „muuuude“(müde) dem anderen und das „gt“ in „beschäftigt“ wird zur Herausforderung. Als Nilaxsa sich nach ihren bisherigen Deutschkenntnissen erkundigte, antwortete sie schuechtern: ‚Geiler Arsch!‘ Das war anscheinend einer der wenigen Ausdruecke, die sie von anderen deutschen Voluntaeren aufgeschnappt hatte. Zu witzig und das in einem so relativ konservativen Dorf wie Tropeang Trea. Zum wegschmeissen 😉

 

Das Wetter – heiss-kalt-Regen- noch heisser- Wolken- Donnerwetter-…

Das Wetter, was soll man dazu sagen, es spielt zur Zeit einfach verrückt. Während einige Teile Kambodschas wegen starker Regenfälle, wie seit 10 Jahren nicht mehr, unter Wasser stehen, scheint hier in Tropang Trea die Sonne und es ist richtig heiss. Hin und wieder sorgt ein kurzer Regenschauer für Abkühlung. Und das im Oktober, der doch laut sametliche Reisefuehrer der regenreichste sein soll… Ansonsten ist das Wetter bisher sehr abwechselungsreich gewesen. Von Sonnenschein pur, über Regen, der sich über den ganzen Tag zieht bis hin zu stürmischen Gewittern mit Weltuntergangs-Regengüssen ist alles dabei!

 

Kleidung – bunt-bunter- Khmer Mode

Die Khmer haben ihren ganz eigenen Kleidungsstil. In der Stadt kann man eigentlich alles tragen, die Menschen dort sind auch kurze Hosen und trägerlose Oberteile gewohnt. Doch im Dorf ist alles anders. Es gilt grundsätzlich zunächst, dass Knie und Schultern bedeckt sein sollen. Ansonsten ist an Farben alles erlaubt, je bunter desto besser! Die T-Shirts haben witzige Aufdrucke, wie z.B. Bilder von Katzen i.S.v. Hello Kitty. Bei den Hosen handelt es sich häufig um Jeanshosen, aber auch bunte Stoffhosen und Röcke sind üblich. Die Schüler tragen Schuluniform, dass heisst blaue Röcke bei den Mädchen bzw.  schwarze Hosen bei den Jungs und weisse Oberteile. Hin und wieder kann man auch Menschen in „Schlafanzügen“ entdecken. Diese sind dann in Hosen und Oberteile gekleidet, die farblich übereinstimmen und aussehen, als wenn man es in der Nacht trägt.

 

Essen – Tschnang nah!

Das Essen hier ist, um es mit einem Wort zu beschreiben: süss! Alles, was nicht die Hauptmahlzeit darstellt, ist total süss, aber auch sehr lecker! Es gibt eine Art Plätzchen, die mit Palmenzucker bestrichen sind und bei denen man das Gefühl hat, bereits beim Essen die Zähne zu verlieren 😉 Ansonsten ist natürlich Reis typisch khmer und wird fast immer gegessen. Ob beim Frühstück  oder Abendessen, Reis gehört einfach immer dazu. Eine weitere typische Zutat ist Lemon grass, mit welchem man gerne und in ausreichenden Mengen das Essen würzt. Am Wochenende habe ich dann zum ersten Mal Amok gegessen, wirklich sehr zu empfehlen. Dies gibt es in allen Varianten: Fisch, Huhn, Schwein, Rind oder vegetarisch. Zusammen mit Gemüse in einer sehr leckeren Kokosnussmilch-was-auch-immer-Sosse wird Reis gegessen. Amok ist sehr bekannt für die kambodschanische Küche. Tschnang nah! (‚Sehr lecker‘)

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