Finale! Die letzte Woche.

Von Janin

Zu Anfang der letzten Woche dämmert es uns allen. Bald ist alles vorbei. Dann fahren wir morgens nicht mehr gemeinsam auf die Baustelle, sondern zur Uni oder zur „normalen“ Arbeit. Traurigkeit macht sich breit, doch dafür ist nicht viel Zeit, denn wenn wir noch alles fertig bekommen wollen, müssen wir ranklotzen. Das tun wir auch und so wird Farbe gekauft, gestrichen und verputzt was das Zeug hält.

Damit die Schule farbenfroh wird, wählen wir ein knalliges Orange für Fenster und Türen. Der Putz wird mit weißer Kalkfarbe gestrichen. Parallel verputzen wir die Innenwände und am Dienstag kommt es zum spontanen „Putzbattle“ zwischen Vorarbeiter Abba und Maurermeister Sepp. Sepp langt ordentlich zu, Abba scheint jedoch die bessere Technik zu haben. Unter Lachen und Beifall, einigen wir uns auf unentschieden. Am Mittwoch geht’s dann für die Hälfte des Teams auf Segeltörn. Kahindi und Baracka bleiben auf der Baustelle um den Dachstuhl fertigzustellen und ihn dann mit Wellblech zu decken.

Auf der „Jambo“ segeln wir nordwärts bis Kilifi. Der große Segelschiff bietet genug Platz und fordert einige von uns heraus. Diese, die hier nicht namentlich genannt werden wollen, haben sich das Frühstück aufgrund des Wellengangs nochmal durch den Kopf gehen lassen.

Für alle bleibt es ein unvergessliches Erlebnis :) .

Am Freitag morgen kommen wir wieder auf die Baustelle. Eigentlich hatten wir vereinbart, dass das Dach bereits gedeckt sein sollte, doch Kahindi ist nicht soweit gekommen. Kurz sind wir etwas enttäuscht, dann aber wieder begeistert, dass wir gemeinsam soviel geschafft haben. Nachdem wir uns von den Arbeitern verbschiedet haben und uns gegenseitig unseren Respekt und unsere Dankbarkeit bekundet haben, sind wir zur alten Schule gegangen.

Dort haben Rose, die Schulleiterin und die Lehrer ein großes Fest für uns veranstaltet. Der Empfang ist mehr als herzlich und die Schüler haben viele Songs und einige Theaterstücke vorbereitet.

 Immer wieder fällt auf, mit wieviel Herzblut und Leidenschaft hier gearbeitet wird. Nachdem uns traditionelle Tücher und ein Paar Stühle (die uns vor auf verschiedenste Art und Weisen gelöste Transportprobleme stellten :) ) geschenkt wurden, gab es leckeres Pilau zum Mittagessen.

Am Nachmittag sind wir dann alle zusammen zurück zur neuen Schule gelaufen. Nachdem wir einige interessante Gespräche mit den Lehrern führen konnten machen wir ein gemeinsames Foto mit allen. Es sind soviele, dass sie kaum aufs Foto passen.

Wir sind überwältigt, dankbar für die tolle Organisation durch Bernd, Go Ahead! Weitblick und den Lehrern und freuen uns einen kleinen Beitrag geleistet zu haben und dabei viel Spaß und viel gelernt zu haben.

Vielen Dank fürs Lesen. Wir schreiben noch einen Beitrag über das Furaha-Projekt und hoffen es zu schaffen, das Projekt weiter zu unterstützen. Vielen Dank an alle unsere Unterstützer, Euer Homes of Hope Team Kenia 2011. :)

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1 Kommentar zu “Finale! Die letzte Woche.”

  1. Rene schreibt:

    Sep 16, 11 um 10:33

    Toller Bericht und Kompliment für das Engagement!!! Wenn es nicht so wahnsinnig umständlich und teuer wäre, würden wir sicherlich das ein oder andere Projekt mit Profilblechen unterstützen. Man kann mit so einfach Dingen so wahnsinnig viel helfen…aber Behörden und “Grenzen” machen echt wahnsinnig viel kaputt bzw. erschweren es bis zur Nicht-Machbarkeit :-( Daher – Respekt für Ihre Arbeit!


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