Montag gehts los…

…erklärt uns Bernd, danach erzählt er uns mehr über den Schulbau und die Verhältnisse in Kenia und den Schulbau. Vor vielen Jahren als Bernd nach Kenia kam gründete er eine Grundschule, für die ärmsten Familien in der Umgebung. Zusammen mit Rose und 10 weiteren Lehrern führen sie die Schule. Das alte Gebäude durften sie lange kostenfrei nutzen, jetzt hat der Besitzer jedoch andere Pläne. Deshalb ist für die Schule  schon seit Jahren ein Umzug geplant. Teile des neuen Gebäudes wurden schon gebaut. Für den Rest fehlte jedoch bislang die finanziellen Mittel. Durch die gesammelten Spenden können wir diese aufbringen.  Zwar gibt es in Kenia auch kostenfreie  Grundschulen, doch mit einem Schüler-Lehrer Verhältnis von 1:100  und hohen Kosten für Schulmaterial und Uniform sind die Chancen für Bildung in öffentlichen Schulen nicht die besten. Deshalb schicken viele Kenianer, die es sich leisten können ihre Kinder auf Privatschulen. Das Fuhara Projekt ermöglicht adäquate Bildung nun auch Kindern deren Eltern sich diese sonst nicht leisten könnten. Dazu aber später noch mehr. Außerdem bietet die Schule eine Mahlzeit und Wasser für die Kinder, für viele ist das die einzige am Tag, wie Rose uns später erzählen wird. Auch über die Geschichte der Schule und deren Entwicklung werden wir in den nächsten Tagen mehr erfahren. Wir notieren uns viele Details und hören gespannt zu. Danach holen wir Geld am ATM, das heißt wir versuchen es, denn ein funktionierender Automat ist zur Zeit die Ausnahme, beim zweiten klappts aber.  Im Supermarkt kaufen wir Grundnahrungsmittel und auf dem Markt Gemüse. Die Preise sind für uns ok, doch im Verhältnis sehr teuer. Ein Kilo Reis kostet umgerechnet 1,50  und Zucker ist wahrscheinlich bald gar nicht mehr zu haben, jetzt haben wir Glück und bekommen noch ein Kilo für ZWEI! Euro. Die hohen Lebensmittelpreise fahren Achterbahn.

Am Nachmittag fahren wir zu Schule, drei Zimmer stehen schon. Unser Fundament auch. Als nächstes kommt die Bodenplatte. „Da brauchen wir viele Leute“ sagt Bernd.  Er stellt uns auch Badee vor. Er ist einer der Locals die mit uns die Schule hochziehen werden. Wir streunen etwas auf dem Gelände rum und tippen wie Blöde auf alle mögliche Pflanzen, als seine wir kleine Kinder die sowas noch nie gesehen hätten und wir fühlen uns auch ein bischen so. Badee hackt Zuckerrohr und pflückt ein Paar Mangos und gibt es uns zu essen.  Auch noch nie gemacht. Schmeckt süß.

 

Eintrag auf Facebook teilen
Eintrag auf Twitter teilen

Kommentieren