Die zweite Arbeitswoche – Es geht nach oben!

Von Isa:

Mit vollem Elan gehen wir am Montag wieder an die Arbeit. Die kenianischen Kollegen haben am Wochenende die Schalung für die Fensterstürze gezimmert, sodass wir sie mit Beton ausgießen können.

 

 

 

Der muss natürlich erst einmal angerührt werden, was natürlich wegen der Steine um einiges schwieriger ist, als das Anrühren des Mörtels. Außerdem können wir anfangen, einen Graben für das Fundament der Veranda zu graben, die vor dem Gebäude liegen soll.
So mauern wir uns langsam durch die Woche, kommen sehr schnell voran, singen währenddessen mit vorbeilaufenden Kindern „Jambo Bwana“ und haben bis auf die Giebel zur Mitte der Woche schon alle Steine gesetzt! Auch die Fenster sind fertig gebaut und gestrichen, können also bald eingesetzt werden.

 

Was wir diese Woche allerdings auch kennenlernen, ist die hiesige Art, sich nicht groß mit Vorausplanungen aufzuhalten. Da kann es dann auch einmal vorkommen, dass man morgens auf der Baustelle steht und dann plötzlich auffällt, dass nichts getan werden kann, da kein Material mehr vorhanden ist. Es fehlt an Sand, Zement und Steinen, Gerüste müssen auf- und abgebaut werden, da das Holz gleichzeitig noch für die Verschalungen benutzt werden soll, doch selbst, wenn wir genug Bretter hätten, könnten wir ja trotzdem keinen Beton mischen. Die Stahldrähte für die Bewehrung müssen auch gekauft werden.

Aber, alles kein Problem, Bernd ist zur Stelle, währenddessen überwinden wir das Motivationsloch mit dem Ausheben des zweiten Fundaments und können am nächsten Tag doppelt so viel erledigen. Zwischendurch wagen sich nun außer den Jungs endlich auch einige Mädels daran, unseren 35 Jahre alten Geländewagen auf der Strecke „Baustelle – Zuhause“ zu fahren! Gewöhnungsbedürftig, aber gut. Bisher haben alle die Fahrprüfung bestanden. Wer hupt, gewinnt.
Highlight der Woche ist das Fällen eines Baums, der dort steht, wo das zweite Gebäude stehen soll. Die Angst, dass der Baum auf unser frisch gemauertes Haus fällt, wächst mit jedem Fehlversuch, ihn in die entgegengesetzte Richtung zu ziehen.

Die Jungs legen sich in die Seile und purzeln mehrmals übereinander, da das Seil sich immer wieder vom Baum löst. Am Ende ist aber fast alles gut. Unser Haus steht noch – der Zaun zum Nachbargrundstück leider nicht mehr.

Danach wird Gas gegeben, Draht gebogen, Verschalung angebracht, Beton gemischt und im Akkord die letzte Betonschicht unserer Mauer gegossen! Jeder ist beschäftigt, alles geht sehr schnell.

Fazit: Je mehr man schwitzt, desto zufriedener geht man abends nach Hause!
Das Safari – Wochenende haben wir uns somit verdient.

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