Ankunft in Togo – Wo verdammt ist Eli?

3. Mai 18.15 Uhr

In Lomé ist bereits die Nacht hereingebrochen. Schzitwend stehe ich in der Schlange vor der Ausweiskontrolle. Da ich meinen schwarzen Kapuzenpullover als Erkennungszeichen angegeben habe, wage ich nicht einmal daran zu denken, ihn auszuziehen. Gelbfieber- und Visakontrolle verlaufen problemlos – nicht gerade selbstverstaendlich, wo die togolesische Botschaft in Berlin doch so freundlich war, ein falsches Einreisedatum in meinem Visum zu korrigieren, indem die 5 mithilfe des Kugelschreibers mal schnell zu einer 3 wurde J

Samt meines Gepaecks komme ich also in die kleine Eingangshalle des Flughafens und halte Ausschau nach blauer Jeans und weissem Poloshirt mit der Aufschrift Boston. Konzentriert pruefe ich alle jungen Maenner, aber die Beschreibung mag so recht auf niemanden passen. Mist. Ich versuche mich an das Foto zu erinnern, das Marian mir vor ein paar Wochen gezeigt hat, aber fuer mich sehen dann alle Togolesen auf den ersten Blick doch erschreckend gleich aus. Jetzt bloss keine Panik bekommen – denke ich mir – ein Schweissausbruch nach dem naechsten erleichtert die Sache nicht wesentlich. Mehrere Maenner kommen auf mich zu, reden auf mich ein, aber Eli ist nicht dabei, da bin ich mir dann doch recht sicher. So langsam wirft man mir schon mitleidige Blicke zu, den Eingangsbereich habe ich nun schliesslich schon mehrere Male durchquert. Schliesslich nimmt sich die Bedienung eines kleinen Restaurants meiner an und erklaert sich bereit, mit ihrem Telefon bei Eli anzurufen. Ich krame nach der Nummer und tadaaa 6 ploetzlich steht Eli neben mir: blaue Jeans, blau-weiss gestreiftes Poloshirt und die besagte Aufschrift auf seiner Baseballcap. Naja J

Egal. Mir fallen tausend Steine vom Herzen. Ich muss die Nacht also nicht in irgendeinem Hotel in Flughafennaehe verbringen. Kaum sitze ich auf dem Beifahrersitz werden mir zwei Togo-Armreifen und eine SIM-Karte fuer mein Handy in die Hand gedrueckt. Da bin ich also – drei Monate Togo warten auf mich, es kann losgehen!

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