Umgezogen!

Seit Mittwoch wohnen Max und ich in der großen, schönen,neuen Schule  und müssen uns erst noch an den Luxus einer Dusche, eines echten Steingebäudes und vor allem an die grandiose Veranda gewöhnen!

Die Warming Party am letzten Freitag war für Khmer-Verhältnisse SEHR erfolgreich, es gab Unmengen zu essen, zu trinken, die Musik war natürlich wie immer zu laut, um sich unterhalten zu können, es gab drei großartige Reden  von unserem Manager Mr. Thoeun, Andi und dem Commune Officer und zu guter Letzt wurde natürlich ein Tisch auserkoren, um mit Plastikblumen geschmückt und den Rest des Abends umtanzt zu werden. Das ist hier so eine Art Tradition, auf jeder Hochzeit, jedem Fest gibt es immer einen Tisch, um den alle stundenlang im Gleichschritt herumtanzen. Die Khmer-Lehrerinnen von Sorya hatten sich natürlich wieder übertrieben aufgedonnert, sogar eine “Kosmetikerin” hatten sie sich bestellt. Vor 3 Wochen waren wir auf der Hochzeit von Thoeuns Bruder, und als dort Kim Nget und Sreytouch auftauchten, erkannten wir sie gar nicht. Für die Hochzeiten, die meistens so höchstens 3 Stunden dauern, begeben sich die Mädchen hier vorher für etwa 4 Stunden zum Friseur, um sich einmal weiß einpudern, mit unechten Wimpern bekleben und in ein glitzerndes kitschiges Kleid quetschen zu lassen. Katja ( die Freundin vom GIZ-Voluntär Michi, die gerade zu Besuch ist) und ich haben dieselbe Prozedur über uns ergehen lassen, sahen wirklich sehr angsteinflößend und schon fast kischig genug für den Khmer-Geschmack aus und wurden daraufhin auf der Fahrt im Tuktuk zur Hochzeit von allen Khmer mit offenem Mund angestarrt.

Ich kriege morgen meine neuen Klassen hier am neuen Standort und bin schon sehr gespannt. Vormittags werde ich die Anfänger 2 Stunden lang unterrichten, nachmittags Teachertraining für Thoeuns Tochter und eine Stunde Unterricht für die Fortgeschrittenen geben, für den Abend ist eine neue German-Class geplant.

Jetzt muss ich die beiden Söhne von unserem neuen Caretaker unterhalten, die scheinbar mit eingezogen sind. Sie sind 11 und 14 Jahre alt und finden es wahrscheinlich ziemlich spannend, mit dem Vater auf so ein großes Haus aufzupassen. Mittlerweile sind sie abends immer schon ganz ungeduldig und können es nicht erwarten, Pixar-Filme bei Youtube zu schauen und sich dazu auf dem Boden zu kringeln! Wollen wir sie nicht warten lassen!

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