Besuch der ersten Weitblickschule in Midangbé

Neugierig auf die erste Weitblickschule in Midangbé machten wir uns am 04.03. mit Pascal und Prosper auf den Weg dorthin. Die erste längere Fahrt auf dem Zem durch den afrikanischen Busch (la brousse) war abenteuerlich. Staubige Feldwege (bei Regen eine Woche nicht passierbar) und um einen herum leuchtende Grüntöne. Gelegentlich Lehmhütten und kleine Schweine und Ziegen, die vor dem Zem ins Gebüsch flüchten.

In Midangbé unterhielten wir uns mit dem Direktor (Zitat: „Weitblick ist für Midangbé, wie Jesus Christus für die Menschheit“- was soll man dazu sagen?), verschiedenen Lehrern und besuchten die Klassen. Es war toll, tatsächlich vor der Schule mit dem Weitblick-Aufdruck zu stehen und zu sehen, dass so viele Kinder ernsthaft davon profitieren können. Besonders interessant für uns war eine Stunde, in der uns die ältesten Schüler dieser Schule Fragen über Deutschland stellten. Beispiele:

-         Gibt es bei euch Arme?

-         Dürfen verheiratete Frauen Hosen tragen?

-         Gibt es Hexen und Verrückte?

-         Gibt es Aids und woher kommt es?

Uns wurde bewusst, was für elementare Fragen die Kinder hier beschäftigen und wie anders die Fragestunde in einer deutschen Grundschulklasse ausgesehen hätte. Zum Abschluss unseres Besuchs in Midangbé bekamen wir eine Staude Kochbananen geschenkt und lernten abends von den Jungs in Pro Dogbo, wie diese auf typisch beninische Art zubereitet werden.

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