Zu Besuch bei Sorya Cambodia: Grundsteinlegung!!!

Tadaaa! Im Rahmen einer kleinen, traditionellen Zeremonie sollte am Montag die (etwas verspaetete) Grundsteinlegung stattfinden. Dazu musste ironischerweise erst einmal ein Stueck des bereits gegossenen Fundaments wieder aufgebrochen werden. Mr. Thoeun kam dabei ganz schoen ins Schwitzen…das Fundament haelt, soviel ist sicher! Anschliessend konnte alles vorbereitet werden: eine Matte wurde ausgerollt, Bananen (um die Goetter gutzustimmen), Kerzen und Raeucherstaebchen um die Staette platziert und ein passender Stein in die Aushoehlung gelegt. Nachdem sich alle (einige Lehrer und Weberinnen und die anderen Freiwilligen) auf der Matte zusammengefunden hatten und andaechtig die Raeucherstaebchen entzuendet wurden, uebernahm einer der aelteren Dorfbewohner (alte Leute haben hier eine besondere Stellung, sie werden aufgrund ihrer Erfahrung geschaetzt und ihnen wird sehr viel Respekt entgegengebracht) die Leitung der​​​ Zeremonie. Es folgten endlos erscheinende Gebete und eingeschlafene Beine. Immer wieder wurde Wasser ueber den Stein gespritzt, es wurde weiter gemurmelt und ein roter Faden und ein Geldschein in die Grube gelegt bis schliesslich der Zementeimer zum Einsatz kam.Reihum wurde der eingelassene Stein also mit Zement bedeckt und in das vorbereitete Loch eingelassen. Dabei wurden natuerlich wild Fotos geknipst und jeder durfte mal fuer die Kamera posen. Witzigerweise hatte Mr. Thoeun kurz vor der Zeremonie angemerkt, dass er auch gerne ein weitblick-Tshirt haben wollte. Da ahnte er noch nicht, was sich in der kleinen Tuete in meiner Hand befand…ich musste ausweichen und konnte mich um so mehr freuen, ihm das Tshirt im Anschluss an die Zeremonie ueberreichen zu koennen. Ich nutzte auch gleich die Gelegenheit mich bei allen fuer die wirklich grossartige Gastfreundschaft zu bedanken, Tropangsdock war innerhalb von wenigen Tagen zu einem Zuhause fuer mich geworden (so kitschig das auch klingt)!

Nach dem offiziellen Teil wurden die Frauen (jaja, Rollenverteilung) schnell zum Einkaufen geschickt und innerhalb von wenigen Minuten waren Zutaten, Toepfe und Geschirr, Getraenke und Eis in die Seidenmanufaktur gebracht. Gemuese wurde geschnibbelt, Eis zerhackt, Getraenke gekuehlt, der Fisch im Badezimmer ausgenommen und Fleisch vorbereitet. Der absolute Wahnsinn! In Deutschland waere so etwas mit einem riesigene Organisationsaufwand (Stress garantiert!) verbunden, hier eine absolute Selbstverstaendlichkeit. Dazu die passende Musik aus den Boxen und der Party stand nichts mehr im Wege. Waehrend zu Beginn vor allem wir Freiwilligen und die Maenner (die allerdings deutlich in der Unterzahl waren) die Seidenfabrik in eine Tanzflaeche umfunktionierten und ordentlich Gas gaben, konnten im Laufe des Abends auch die (vorher noch so schuechternen) Kids und die Maedels und Frauen zum Tanzen motiviert werden (was wohl nicht sehr haeufig der Fall ist), sodass irgendwann fast jeder auf den Beinen war und ausgelassen tanzte. Dass das Essen wie immer hervorragend war, muss ich wohl nicht extra betonen…wie immer bekam jeder seinen Teller Reis und bediente sich dann an den zahlreichen Leckereien in der Mitte des Tisches (Gemuese, gebratener und gekochter Fisch, Fleisch und Sossen). Bis halb 12 (was mit den fruehen Morgenstunden in Deutschland zu vergleichen ist) wurde getrunken, gelacht, getanzt…ja, einfach so richtig anstaendig gefeiert! Ich glaube alle waren sich einig, dass dies ein richtig toller Abend war…

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