Hallo Kambodscha

Auf dem Weg zu Sorya und zur neuen Schule habe ich die ersten drei Tage in Siem Reap verbracht, denn die Tempelanlagen von Angkor darf man sich wohl einfach nicht entgehen lassen! Und so beeindrucken und sehenswert sie auch sind, am meisten habe ich bisher die heutige einstuendige Fahrt auf dem Ruecksitz des Motos genossen, um zu zwei ausserhalb gelegeneren Tempelruinen zu gelangen. Wahrend der Fahrtwind fuer angenehme Temperaturen sorgte, konnte ich meinen Blick mal ueber endlos erscheinende hellgruen leuchtende Reisfelder schweifen lassen (im Hintergrund der strahlend blaue Himmel mit Wolkengebilden vom allerfeinsten), Cambodia_KathrinW_P10602692mal den dichten Dschungel bestaunen, der sich rechts und links neben mir auftuermte. Ob in der grellen Morgen- oder in der warmen Abendsonne, die Landschaft ist einfach traumhaft schoen. Auf der Strasse selbst war kaum jemand unterwegs, hier und da ein dreijaehriger Stoepsel, der auf einem viel zu grossen Fahrrad mit den Pedalen kaempft, oder ein Moto, auf dem gut und gerne eine ganze Familie Platz findet (beliebte Reihenfolge: vorne der Sohn, dann der Papa, es folgt das Toechterchen und hinten dann die Mutter). Die Haeuser stehen alle auf Stelzen, was bei den umliegenden Regenfeldern und der Menge an Niederschlag nicht weiter verwunderlich ist. Die oberste Etage ist stets aus Holz, doch das eigentliche Leben scheint sich darunter abzuspielen. Hier wird gewaschen, gekocht, gegessen, gearbeitet oder in der Haengematte geschlafen. Manchmal gibt es noch ein paar zusaetzliche Huetten, manchmal ist die untere Etage auch geschlossen und aus Stein. Fast alle (nennen wir es mal) Wohneinheiten sind durch einen kleinen Holzzaun begrenzt und von Palmen und anderen Schatten spendenden Baeumen umgeben. Mitunter entdeckt man auch ein kleines Volleyballfeld oder einen Fussballplatz irgendwo versteckt unter den Baeumen. Oder man sieht Kinder hin und her flitzen, von denen es hier unendlich viele zu geben scheint. Am Strassenrand finden sich vereinzelt kleine Verkaufsstaende, dazwischen traben Kuehe auf und ab und Hunde liegen faul in der Sonne. Ich haette jedenfalls ewig so weiter fahren koennen und mir zu jedem Haus, zu jeder Familie eine Geschichte ausdenken koennen. Waehrend die Menschen hier in Siem Reap (verstaendlicherweise) in allen Besuchern vor allem die Dollarnoten sehen, freue ich mich darauf (und hoffe ich), die Menschen hier bald wirklich kennenzulernen…

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1 Kommentar zu “Hallo Kambodscha”

  1. blog.weitblicker.org schreibt:

    Okt 12, 10 um 13:53

    Reposted it. Greetings from the Speedy DNS


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