Benin 1

Vier Wochen sind bereits vergangen in Benin. Cyril und ich wurden sehr herzlich bei ProDogbo und generell in Dogbo empfangen. Ähnlich wie in Lomé sind die Menschen sehr hilfsbereit und offen.
Ein Besuch in Midangbé, dem Ort der ersten Weitblick Schule, und ein Besuch in Kpogodou, wo der Bau der zweiten Weitblick Schule seinem Ende naht, haben gezeigt, dass das Engagement von ProDogbo und Weitblick sehr positiv von der Bevölkerung wahrgenommen wird.
Die Schule in Kpogodou wird hoffentlich zum Schulbeginn Anfang Oktober fertiggestellt sein. Im Folgenden sind einige Fotos des jetzigen Standes zu finden.

Außerdem haben wir im Rahmen unserer Feldstudie einige sehr interessante Menschen interviewen und kennen lernen dürfen. Das wohl beeindruckteste Interview haben wir mit einem 30jährigen Familienvater geführt, der 2 Kinder hat. Er lebt in Midangbé und hat eine 3-jährige Ausbildung als Maurer absolviert. Nachdem er seine Ausbildung beendete, hatte er kein Geld um sein Diplom zu bezahlen, was bedeutet, dass er seit 4 Jahren nicht die Möglichkeit hat seine Ausbildung komplett abzuschließen. Obwohl er seinen Job beherrscht, kann er auf Grund des fehlenden Diploms keine Arbeit finden. Er hat uns beschrieben, wie er jeden Tag auf der Suche nach einer Anstellung über die Dörfer zieht ist um seine Familie ernähren zu können.
Das schlimme an dieser Geschichte ist die Tatsache, dass der Mann weder faul, träge oder untalentiert ist, im fehlt ganz einfach ein Startkapital damit er seinen Beruf ausführen kann. Neben solch bewegenden Begegnungen haben wir auch sehr viele positive Erfahrungen machen dürfen. So haben wir zum Beispiel den König von Dogbo getroffen. Wir haben diese Möglichkeit bekommen, weil Klaus (der Präsident von ProDogbo) uns zu einem Treffen mit dem König mitgenommen hat. Während unseres Besuches hat der König uns für unsere Bemühungen in Dogbo gedankt und uns, ganz nach der Tradition Dogbos, auf einen Sodabi eingeladen. Sodabi ist ein in Dogbo gebrauter Palmenschnaps den hier einige Leute gerne anbieten um ihre Gastfreundschaft oder ihren Dank auszudrücken. Der König selbst konnte leider nicht mit uns trinken, da er als Muslim während des Fastenmonats tagsüber nichts trinkt. Vielleicht treffen wir ihn ja noch einmal wenn Ramadan vorbei ist.

Eintrag auf Facebook teilen
Eintrag auf Twitter teilen

3 Kommentare zu “Benin 1”

  1. Marian Seidenberg schreibt:

    Sep 06, 10 um 22:04

    Das mit den Fotos hat ja mal wieder hervorrangend geklappt. Ich probiere es morgen noch einmal, aber der heutige Tag war bereits sehr lang.

  2. Sophie Schmalz schreibt:

    Sep 08, 10 um 05:20

    nein wie herrlich..ein treffen mit dem könig! Ich bitte um fotos!

  3. Christian Böckenholt schreibt:

    Okt 01, 10 um 12:43

    hatte der König auch wieder seinen Affen dabei? Und hat der noch was von seinem Besuch in Deutschland erzählt?


Kommentieren