Beninreise 11 – Einsame Elefanten und freche Affen

Nach den fünf Tagen in Bassanhue ging es in unserem Bus und unserem etwas riskant fahrenden Fahrer in den Norden, wo die Landschaft sehr viel trockener war und der Pflanzenbewuchs auch sehr spärlich ausfiel.

Spät abends nach einer seeeehr langen Fahrt und ständigem Warten, ohne dass uns gesagt wurde warum und wann es ungefähr weiter gehen würde (Afrikafaktor), kamen wir im Camp Numi an, direkt beim Nationalpark.

Das Camp wird von einem Schwaben geführt, der wirklich ganze Arbeit geleistet hat.

Nachdem wir unser Programm durchgesprochen haben, gab es endlich mal wieder lecker Essen (ein spontanes 3-Gänge-Menü + frischem Salat!!!).

Müde von der Fahrt ging es nach dem Essen in unsere Moskitozelte.

Im Nationalparkt saßen wir den ganzen Tag auf dem Gitterdach eines noch klapprigeren Busses als der von uns. Die zweite Gruppe hat ausgeschlafen und ist mit einem Jeep später losgefahren. Nachdem wir endlich die Eintrittskarten in den Händen hielten ging es auf Safari.

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Plötzlich standen zwei Löwen direkt vor uns auf der Straße und bewegten sich nur langsam fort. In der Ferne erspähten wir einen Elefanten. Wir fragten nach, warum er alleine ist. Vom Ranger wird uns erzählt, dass die alten Tiere zurückgelassen werden, da sie zu schwach sind…Im Laufe des Tages sahen wir riesige Termitenhügel, Antilopen, Krokodile, Nilpferde, Wasserbüffel und ganz viele Affen. Die Affen waren sogar so frech und haben unser Obst vom Dach weggeklaut. Die Langschläfergruppe kam in den Genuss ganze Herden von Tieren, welche sich in der Abenddämmerung am Wasserloch tummelte, zu sehen. Als die Löwen immer näher kamen war jedoch sogar schon dem Ranger etwas mulmig zu Mute und der Trupp hat sich vom Wasserloch entfernt.

Für uns alle war der Tag Natur pur und eine tolle Erfahrung.

In der zweiten Nacht im Zelt war eine ganze Horde Affen (so hat es sich jedenfalls angehört) um unsere Zelte versammelt, von weither meine ich Trommeln vernommen zu haben, es hat überall geraschelt und in der Ferne zuckten Blitze und grollte der Donner. Sogar Frauengesänge habe ich gehört – die Atmosphäre war unbeschreiblich.

Am nächsten Tag musste ich leider feststellen, dass die “Frauenstimmen” lediglich ein Klingelton waren…es gibt wohl keinen Ort mehr, an dem die Romantik der Ursprünglichkeit nicht von der Moderne gestört wird.

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