Stilles Örtchen

Für alle die ein algerisches Klo noch nicht kennen, folgt hier eine kurze Beschreibung: Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Modelle. Einmal die klassische Sitzvariante, die ja bei uns in jedem Haushalt zu finden ist. Und dann gibt es noch die wesentlich verbreitetere Hockvariante, die von uns auch die meisten aus diversen Urlauben kennen. Die Besonderheit einer algerischen Toilette stellt man im schlimmsten Fall erst nach dem Geschäft fest. Es gibt nämlich kein Papier. Stattdessen sind algerische Donnerbalken mit Wasserhahn, Eimer und Seife ausgestattet. Moderne Anlagen verfügen sogar über einen Schlauch mit einer Art Duschkopf. Statt ner Rolle Celluloid nimmt man also einfach seine linke Hand. Das ist auch der Grund oder zumindest ein Grund warum in der islamischen Welt die linke Hand als unrein gilt. Nach der Prozedur wäscht man sich den Mist, im wahrsten Sinne des Wortes, wieder ab. Wie die Prozedur allerding mit der Dusche funktionieren soll ohne sich dabei komplett nass zu machen ist mir ein Rätsel. Zumal man ja die rechte Hand nicht benutzen soll. Da muss man wahrscheinlich erst nen  Kurs belegen. Schlecht ist es nur, wenn mal keine Seife vorhanden ist. Was dann los ist, will ich gar nicht wissen. Wichtig also: Nur mit reichlich Zewa im Gepäck ist man richtig für eine Reise nach Algerien vorbereitet.

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