Eröffnung unserer ersten Schule in Benin

Wir haben es geschafft…

von Clara Thomas

1. Weitblick Schule in BeninEs ist der 5. Dezember 2009 – sieben Monate nachdem Jörn den Grundstein gelegt hat feiern wir die Eröffnung des neuen Schulgebäudes in Midangbé, Benin. Unter einem Zelt aus alten Werbeplakaten haben sich wichtige Persönlichkeiten der Region versammelt, wie der Präsident von prodogbo Klaus van Briel, der Stadt- und der Bezirksdirektor, der Bürgermeister oder der Direktor der Baufirma.

Die Trockenzeit ist angebrochen und es hat seit ein paar Wochen nicht geregnet. Die Hitze und der rote Staub der Erde hängen in der Luft. Aber alle haben sich feierlich gekleidet und die zahlreichen Schüler, die gekommen sind, warten im Schatten unter den Bäumen bis die Feierlichkeiten beginnen.

Der Zeitplan hat sich um ca. zwei Stunden verschoben, aber die afrikanische Uhr läuft einfach nicht so genau. Dann geht es endlich los und die Jungs laufen mit ihren Fußballtrikots ein und die Mädchen in traditioneller afrikanischer Kleidung singen und tanzen. Zwei Mädchen bringen Blumen und Wasser in einer Willkommenszeremonie. Danach folgen einige kurze Reden mit zahlreichen Danksagungen. Im Namen von Weitblick halte auch ich eine kurze Ansprache. Mit fremder Hilfe habe ich meine Rede ins Französische übersetzt und nach einem kleinen Versprecher habe ich auf jeden Fall schon mal ein paar Lacher auf meiner Seite. Mein besonderer Dank gilt unserer Partnerorganisation prodogbo, ohne deren Einsatz die Durchführung des Projekts vor Ort nicht möglich gewesen wäre. Außerdem betone ich noch einmal, dass wir ‚Weitblicker‘ uns für eine bessere Zukunft engagieren und hoffen, dass bessere Bildungschancen und -bedingungen dazu beitragen werden.

Viele junge Erwachsene  im Benin haben Probleme einen Job zu finden und eine schlechte Ausbildung verringert ihre Chancen oft zusätzlich.P1030514

Auch der Direktor des Schulverbandes der Region unterstreicht noch einmal wie wichtig es ist, dass alle Kinder in die Schule gehen.

Leider gibt es noch oft das Problem, dass Eltern ihre Kinder nicht in die Schule schicken und sie stattdessen auf den Feldern oder zu Hause arbeiten lassen. Viele können sich die Schulausbildung nicht leisten oder sehen den Wert einer guten Schulausbildung nicht, wenn es zu Hause nicht genug zu essen gibt.

Nach den Reden zerschneiden wir feierlich die Schleife, die symbolisch vor dem Eingang angebracht worden ist.

Alle kommen und bewundern jeden der drei neuen Klassenräume und das Lehrerzimmer.

Danach gibt es noch ein Fußballspiel und ganz am Rande überreicht man uns noch ein ‚kleines Dankeschön‘: Die Eltern haben zusammen gelegt und uns Bananen, Orangen und ein Schaf geschenkt.

Eintrag auf Facebook teilen
Eintrag auf Twitter teilen

14 Kommentare zu “Eröffnung unserer ersten Schule in Benin”

  1. Janet schreibt:

    Dez 25, 09 um 23:42

    Einfach unglaublich! Klasse, dass wir das geschafft haben.
    Aber was machen wir mit dem Schaf? :)

  2. Robert schreibt:

    Jan 15, 10 um 10:52

    Clonen und den Welthunger stillen. :) Am besten erstmal einen Namen für das Tier suchen . . .

  3. Till schreibt:

    Jan 15, 10 um 21:47

    Cloud Dog. (Kürzlich “Das Leben des David Gale gesehen)

    Glückwunsch zur Eröffnung der Schule! Ich finde es unglaublich toll, was Ihr in so kurzer Zeit erreicht habt.

  4. Hadi schreibt:

    Jan 16, 10 um 01:19

    Chief Abdullah fänd ich gut

  5. Robert Jänisch schreibt:

    Jan 16, 10 um 13:47

    Ich wäre für “Wolle das Schaf”!

  6. Michi schreibt:

    Jan 17, 10 um 14:16

    Jaques!

  7. Niv schreibt:

    Jan 17, 10 um 16:58

    MidangBen!

    Ben!

    Benny!

  8. Andi schreibt:

    Jan 17, 10 um 16:58

    Thomas …

  9. Nelu schreibt:

    Jan 18, 10 um 18:09

    Messer…Schaf :-)

  10. Lisa schreibt:

    Jan 19, 10 um 16:10

    Wer sagt eigentlich, dass das Schaf männlich ist? Wurde das überprüft? ;)

  11. Alex schreibt:

    Jan 20, 10 um 01:56

    Zottel das Schaf

  12. Desi schreibt:

    Jan 22, 10 um 20:13

    GERDA!

  13. Ute schreibt:

    Jan 23, 10 um 23:25

    finde auch Gerda gut! oder Berta

  14. Kay schreibt:

    Feb 05, 10 um 00:19

    Midangbé, da bin ich auch schon des öftern durchgefahren :) Werde mir dann mal die Schule anschaun, wenn ich wieder “unten” bin :)

    Gruß aus München.


Kommentieren