Die Nummer begeistert mich…

Also erst dachte ich naja, was soll der Käse. Wie kann man denn bitte mit Projekten wie dem Aufbau einer Frauenfußballmannschaft oder der Unterstützung von Pfadfindergruppen die Welt verändern. Diese Ideen schienen mir irgendwie sinnlos. Aber ich muss schon sagen die Sache hat mich überzeugt. Ich spreche von Weltwärts, einem Austauschprogramm der Bundesrepublik, das sich in erster Linie an deutsche Jungs und Mädels ohne berufliche Entwicklungshilfeerfahrung richtet. Jeder dieser engagierten und motivierten Jugendlichen tritt hier vor Ort wie ein kleiner Friedensbotschafter auf. Auch wenn die Aktionen auf den ersten Blick unspektakulär klingen, sind es doch genau diese Projekte die die Kulturen und die Menschen zusammenrücken lassen. So lernen die Deutschen viel von den Afrikanern und die wiederum fühlen sich von der immer noch westlich diktierten Welt beachtet und verstanden. Das ist doch wirklich klasse! Weltwärts feiert dieses Jahr seinen 2. Geburtstag. Ich hoffe dies ist erst der Anfang und das Programm wird 100 Jahre alt…mindestens!

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3 Kommentare zu “Die Nummer begeistert mich…”

  1. Tweets that mention weitblicker unterwegs» Blog Archive » Die Nummer begeistert mich… -- Topsy.com schreibt:

    Nov 18, 09 um 19:36

    [...] This post was mentioned on Twitter by weitblick e.V., weitblick e.V.. weitblick e.V. said: aus dem weitblog: Die Nummer begeistert mich… http://bit.ly/3q6iKD [...]

  2. Moritz Rüller schreibt:

    Nov 23, 09 um 15:12

    Weltwärts…klingt erstmal spannend und man selbst hat als westlicher Austauschstudent sicher auf jeden Fall was davon, gut organisiert ohne allzu viel auf sich allein gestellt zu sein, einmal Erfahrungen in einem Entwicklungsland zu sammeln.
    Ich möchte hier allerdings auf das Buch “Afrika wird arm regiert” von Volker Seitz aufmerksam machen (Gast beim Weitblick-Podium Dez. 2009), indem er sich auch zu “Weltwärts” äußert.
    Demnach ist der nachhaltige Erfolg eines solchen gegenseitigen Kennenlernens zweifelhaft hinsichtlich des eigtl. Ziels, dass sich die betroffenen Menschen wirklich nachhaltig aus ihrer Armut befreien. Ich hab selbst keine Weltwärtserfahrungen, weiß aber aus den Erzählungen anderer, dass der “Tourismusfaktor” eines solchen Austauschprogramms nicht wegzureden ist.
    So ist es sicherlich grundsätzlich eine Frage, was man als sinnvoll und als Erfolg wertet: Jeder wünscht sich sicherlich für die armen Menschen dieser Welt NACHHALTIGE Verbesserung ihrer Situation; doch, ist nur dieses (oft schwierig zu erreichende) Ziel als Erfolg zu werten? Oder ist´s nicht schon was wert, einfach Begegnungen und Gespräche über die Themen, die diese Menschen bewegen, zu ermöglichen, bzw. ihnen helfende Hände bei der Betreuung ihrer Kinder etc. zur Seite zu stellen? Ähnlich stellt sich auch die Frage bei der akuten Nothilfe: Sicher hilft dies keinem, sich aus seiner Armut zu befreien, aber vielleicht die nächsten wochen zu erleben, was ohne die Unterstützung nicht der Fall wäre. hier erscheint es den meisten von uns wohl als Selbstverständlichkeit auf der Ebene des Allernötigsten zu handeln, als ein moralisches Gebot.
    Beim thema Sinn und Unsinn von verschiedenen Programmen sollte bei der Analyse aber Ehrlichkeit walten in puncto welche Maßnahme was bewirkt, auch wenn manchen ein als “kühl” empfundenes Kosten-Nutzen-Abwägen als Tabu erscheint. Warum nicht nicht einfach zugeben, dass ein Engagement, dass man grundsätzlich zur Hilfe anderer zeigt, auch eine gute Portion subjektiver Bedürfnisse befriedigt, seis die Abenteuerlust. Kann ich gut verstehen. Allerdings muss denn natürlich schon geschaut werden, wo Gelder nachhaltig eingesetzt werden.

  3. Kathrin Wolf schreibt:

    Dez 26, 09 um 17:11

    Ich gebe zu, auch ich habe so meine Zweifel, ob weltwärts in der Lage ist, wirklich nachhaltige Verbesserungen zu schaffen. Zumindest in der Art und Weise, wie wir sie uns vielleicht vorstellen und wie wir sie gerne hätten. Als ich vor ca 2 1/2 Jahren in Kenia war (im Übrigen nicht über weltwärts), musste ich genau diese Erfahrung machen. Voller Tatendrang wollte ich etwas bewirken, etwas verändern und musste dann ernüchternd feststellen, kaum etwas ausrichten zu können. Das war zumindest meine Sichtweise. Erst nach und nach verstand ich, dass es den Kenianern allein etwas bedeutete, dass ich überhaupt da war. Es zeigte ihnen, dass sie nicht in Vergessenheit geraten waren und dass es Menschen gab, denen sie am Herzen lagen. Das ist meiner Meinung auch genau das, was weltwärts leisten kann. Weltwärts kann keine professionelle Entwicklungszusammenarbeit ersetzen, aber genau wie Nelu schon sagt, kann weltwärst dabei helfen, unsere Kulturen miteinander zu verbinden, Solidarität und gegenseitiges Verständnis entstehen zu lassen und den Menschen in Afrika Hoffnung und Zuversicht zu vermitteln. Ich verstehe aber auch Moritz‘ Einwand und stimme ihm zu, dass die Investition der Gelder zumindest einmal überdacht werden sollte.


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